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Die Gemeinschaftsempfänger: Volksempfänger, DKE, Arbeitsfrontempfänger, Olympiakoffer, Zubehör, usw.

VE301 Volksempfänger
Volksempfänger
Volksempfänger
Volksempfänger
DKE Deutscher Kleinempfänger Goebbels-Schnauze


  Besuchen Sie auch mein Forum. Dort gibt es einen speziellen Bereich für Volksempfänger.

 

>>> Weltweit die erste Volksempfänger- WEB Seite, online seit 06.09.1996 <<<

 

Inhalts-Verzeichnis:


schalt1.jpg Technik Produzenten Sonstiges

 

Historie der Volksempfänger:

Was ist ein Volksempfänger? Nicht jedes alte Radio ist ein Volksempfänger. Im "Volksmund" ist es aber in den letzten Jahren doch so geworden. Sehen Sie sich z.B. bei einem Internet-Auktionshaus die vielen scheinbaren Volksempfänger-Angebote an, die sich dann als irgendein altes Radio von irgendeiner Firma entpuppen. Die lebenden Zeitzeugen werden immer weniger und können also auch immer weniger protestierend ihre Stimme erheben.

 

Volksempfänger VE301WStreng genommen sind nur die hier in der weiter unten gezeigten Auflistung - mit VE beginnend - bezeichneten Radios echte Volksempfänger (Ausnahme: VE301G von Hensi).

 

Allerdings gibt es einige Ausnahmen: Schon 1930 und damit vor Einführung der "politischen Volksempfänger" brachte Signalbau-Huth einen Netzanschluss-Volksempfänger E82W heraus. Hier tritt nur Namensgleichheit auf.

 

Die Firma Hensi brachte um 1984 einen Volksempfänger-Nachbau heraus, den VE301G. Auch hier besteht  nur Namensgleichheit und Gehäuseähnlichkeit.

 

Volksempfänger -->

 

Schon die DKE (Deutscher Kleinempfänger) und Olympia-Koffer und Arbeitsfrontempfänger sind eigentlich keine Volksempfänger mehr. Nur ist es hier so, daß schon ab 1936 der hier erwähnte "Volksmund" begann, die Geräte zusammenzufassen zu den Volksempfängern. Allerdings gehören sie tatsächlich zu den sogenannten Gemeinschaftsempfängern. Ich bitte auch Sie, dazu beizutragen, daß diese differenzierenden Informationen auch in der Zukunft nicht verloren gehen.

 

Politische Radios: Die Gemeinschaftsempfänger. Der Volksempfänger,  die DKE und Arbeitsfrontempfänger waren auch  ein Instrument der politischen Beeinflußung. Nicht ohne Grund wurde später der DKE als "Goebbelsschnauze" im Volksmund bezeichnet (nach dem damaligen Reichspropaganderminister).

 

Die damaligen Machthaber haben früh die Bedeutung erkannt, auf direktem Weg ihre Sicht der Welt in die Wohnzimmer der Menschen zu bekommen. Preiswerte Empfänger für Jedermann war das Mittel der Wahl. Auch in der Optik der Geräte wurde das deutlich. Zeigten die Modelle bis zum VE301Wn noch "nur" den Greif als Hoheitszeichen auf der Geräte-Vorderseite, kam als Ersatz ab den VE301dyn-Modellen und den DKE der Reichsadler mit Hakenkreuz als Hoheitszeichen auf den Markt. (Auf dieser WEB-Seite  wird die Reichsadler/Hakenkreuz-Kombination nicht komplett gezeigt.)

 

dke5.jpg <-- DKE (Deutscher Kleinempfänger)

 

Nachkriegsfertigungen, Notradios, Umbauten und Selbstbauten:


Sowie Volksempfänger als auch DKEs wurden auch insbesondere in den ersten Nachkriegsjahren weiter in diversen Varianten angeboten (ohne Hoheitszeichen). Es gab hier Original-Geräte aus (auch aus zusammengestellten Einzelkomponenten) Restbeständen. Teilweise waren aber dabei auch einige Änderungen hinsichtlich des Aufbaus und der genutzten Bauteile zu beobachten. Immer fehlte das Hoheitszeichen, auch Ersatzzeichen waren an dieser Stelle zu finden. Auch andere Gehäuse wurden verwendet. Es hat sich hier der Begriff Notradios gebildet. Ein Beispiel im Wumpus-Online-Museum. Solche Notradios (oft eigene Bastlerumbauten) gab es schon vor Kriegsende.


Daneben finden sich solche Geräte mit Röhrenadaptern und / oder anderen Röhren. Eine große Anzahl von privaten Umbauten bis hin zu Selbstbauten gab es in diesen Jahren. Ersatz des Papp-Chassis des DKE durch Pertinax, usw sei als Beispiel genannt. Unter Radiosammlern haben sich die Nachkriegsfertigungen und Umbauten und Selbstbauten als eigenes Spezial-Sammelgebiet herausgebildet. Es wird sich hier vielleicht noch die eine oder andere Überraschung finden.


rv12p200.jpgWeiter gibt es wirre Umbauten (zumeist dem Röhrenmangel in den Kriegsjahren und Nachkriegsjahren geschuldet), bei denen man sich wundert, daß sie funktionieren..... Es hat wohl auch viele Gehäuse-Selbstbauten mit hingesetzten Original-Chassis gegeben.

 

Weiter unten finden sich Beispiele für diese Nachkriegsfertigungen. Natürlich sind auch Umbauten oder Teilumbauten auf die berühmte Wehrmachtsröhren RV12P2000 zu finden. Im Wumpus-Gollum-Forum und hier sind auch weitere Geräte zu finden.

 

<-- Wehrmachtsröhre RV12P2000

 

 

 

Olympia-Koffer 36Gemeinschaftsprojekte.
Die Gemeinschaftsempfänger gingen auf politischen Willen und / oder Verbandswillen oder sonstige Firmen-Gemeinschaftsprojekte zurück. Neben den weiter unten aufgelisteteten Einzelfirmen produzierten auch:

  • Die Rundfunktechnische Erzeugergemeinschaft GmbH wurde direkt zum Bau von Volksempfängern gegründet.   Im Grunde genommen, war das keine Produktions-Firma, sonder nur ein Begriff für den Zusammenschluß der beteiligten Firmen, Geräte des Produktionsziels zu erzeugen. Zumeist wurde die so produzierten Geräte mit dem Firmennahmen der eigentlichen Hersteller auf den Rückwänden gekennzeichnet. Allerdings gab es aber auch Geräte, die stattdessen den Vermerk "Rundfunktechnische Erzeugergemeinschaft GmbH". Beiteiligte Firmen sind weiter unten auf dieser Seite in der Produzenten-Liste aufgeführt.
                                                                                 --> Schaleko Olympia-Koffer

  • Die Radio-Union stellte dabei einen gewissen Sonderfall dar und man kann darüber streiten, ob diese Modelle tatsächlich zur Volksempfänger-Familie gehören. Schon 1939 tauchen die Radio-Unionmodelle nicht mehr in Katalogen auf. Zur Radio-Union gehörten Brandt, Braun, Emud (Mästling), Radio-Funkwerkstätten Berlin, Rundfunktechnische Erzeugergemeinschaft, Schaleko, Wega. Wahrscheinlich wurde nur 1936/1937 produziert. Die Radio-Union-Modelle stellen also schon von der Stückzahl im Vergleich zu den Volksempfängern eine Rarität dar und sind deshalb bei Sammlern begehrt.

  • Olympiakoffer. Nicht alle beabsichtigten Gemeinschaftsprojekte wurden wirklich dazu. Der Olympiakoffer 36 von Schaleko und der Olympiakoffer 37 von Nora sind ein Beleg dafür. Hier kam es nicht zu Gemeinschaftsproduktionen.

  • Übersee-Empfänger Stuttgart. Gebaut von Blaupunkt, vertrieben über die Exportvertriebsoranisationen auch anderer deutscher Hersteller.

Nicht alle Firmen - die mehr oder weniger verpflichtet wurden - die Gemeinschaftsempänger zu produzieren, waren davon "hellauf begeistert". Der Verdienst an den Geräten, trotz der hohen Stückzahlen, war eher begrenzt. Es hält sich das Gerücht, daß z.B. auch Seibt (als Mitentwickler des Volksempfängers) sogar an den Produktionskosten des VE kaputt gegangen wäre. Diese Einschätzung bezüglich Seibt teile ich nicht, da Seibt wohl schon weit vor Produktionsbeginn des VE Liquiditätsprobleme hatte.

 

Nora W200LDie "Volksempfänger" und die "Deutschen Kleinempfänger (DKE)" waren die am meisten produzierten Radios in Deutschland zwischen 1933 und 1945 (1950). Trotzdem sind diese Geräte heute - obwohl nicht selten - schon für Sammler interessant. Allerdings sind die netz-betriebenen Volksempfänger und DKE keine Raritäten,  wie immer wieder auch bei Internet-Auktionen  falsch behauptet wird.

 

Das trifft schon eher auf Batterie-Volksempfänger und Batterie-DKE und Arbeitsfrontempfänger und beide Olympiakoffer zu, da diese in nur relativ kleinen Stückzahlen auf den Markt kamen.

 

<-- Ein "Konkurrenz"-Produkt zum Volksempfänger: Nora W200L (von 1934), Preis 144,-- RM


 

 

Konstrukteure, Designer: Die Entwicklung des Volksempfängers lag bei der Firma Seibt, Berlin in Händen von Otto Griessing.

 

Der DKE wurde unter Führung von Lorenz entwickelt unter Leitung des Oberingenieurs Stapelfeldt. Designer für die ersten Bakelit-Volksempfänger war Walter Kersting. Als Designer des VE301dyn und des DKE wird auch  Prof. Schneckenberg genannt (Quelle: "Volksempfänger, Geschichte und Technik der Gemeinschaftsgeräte", Dieter Holtschmidt). Das Design der Volksempfänger und DKEs wird als simpel angesehen, insbesondere die Bakelit-Varianten wirken doch optisch recht schlicht. Mehr zu diesem Design-Problem hier.


Typenbezeichnungs-Historie: VE301 bedeutet (V)olks(e)mpfänger und 301 den Tag der Machtergreifung durch den damaligen Reichskanzler  am 30.1.1933. Die Volksempfänger waren ein wichtiger Teil der damaligen Propaganda-Strategie des 'Dritten Reiches'. Möglichst viele Menschen sollten ein Radio besitzen können. Deshalb wurden viele Firmen verpflichtet, Volksempfänger herzustellen. Zusätzlich wurde die Rundfunktechnische Erzeugergemeinschaft GmbH gegündet, in der sich Firmen zur Produktion der "Gemeinschaftserzeugnisse" zusammenschlossen.

 

Im Jahr 1933 verdiente ein Arbeiter in Deutschland 120 - 150 RM Netto im Monat. Ein Brot kostete ca. 0,30 - 0,40 RM, ein Ei ca. 0,11 RM, 1 kg Kartoffeln ca. 0,06 RM, 1 Liter Milch ca. 0,20 - 0,25 RM, 1 Liter Bier ca 0,70 RM. Deshalb waren auch die Volksempfänger mit einem Preis im Jahr 1933 von 79,00 RM nach wie vor für den Normalbürger unterhalb des Bildungsbürgertums fast unerschwinglich.  


VCL11 RadioröhreMehr als ein halben Monatslohn eines Arbeiters kostete also der Volksempfänger. Allerdings waren die 'normalen' Radios noch deutlich teurer.

 

Erst 1938 mit Einführung des DKE (Deutscher Kleinempfänger) konnte die damalige politische Führung ihr Ziel, preiswerte Radios für die Masse anzubieten, in etwa erreichen. Der DKE kostete 35,00 RM. Der Verdienst für einen Arbeiter lag 1938 auch etwas höher: Ca. 125 - 165 RM.


VCL11 Verbundröhre speziell für DKE -->


dke-lautsprecher.jpgDer DKE wurde so konzipiert, dass er mit noch weniger und preiswerteren Bauteilen als der Volksempfänger auskam. Weiter wurde speziell für ihn die Verbundröhre VCL11 entwickelt, auch dadurch trat letztlich eine Preisersparnis (z.B. durch Einsparung einer Röhrenfassung) ein. Weiter wurde ein Papp-Chassis statt einem Metall-Chassis verwendet, die Lautsprecherstruktur war ebenfalls aus gepresster Pappe.

 

<-- links: Lautsprecher für den DKE aus Pappmaterial statt aus Metall.

 

Die VCL11 wurde während des Krieges nur für den DKE produziert, allerdings kam es bald auch hier zu Engpässen. Die Inlands-Produktion  wurde wohl eingestellt, allerdings bot Philips noch VCL11 an. Etwas besser kam die VY2 Gleichrichterröhre weg. Sie wurde zumindest teilweise auch im Miltärbereich genutzt, z.B. Truppenbetreuungsempfänger Braun ER3.

 

 

 

Luftschutzkeller-0.jpgDie Gemeinschaftsgeräte im zweiten Weltkrieg: Neben der reinen Propaganda und dem "normalen" Rundfunkprogramm wurden zunehmend die "Wehrmachtsberichte" mit den Sondermeldungen  (mit der beginnenden schmetternden Fanfare aus "Les Preludes") zur jeweils aktuellen Kriegslage (aus Sicht des Regimes) Bestandteil der Ausstrahlungen.

 

Später kamen die Luftlage-Meldungen für die einzelne "Gaue" hinzu. Dabei wurde das Programm unterbrochen und auf Meldungen der Luftlagezentren umgeschaltet. Nach Vorwarnungen und Hinweisen auf einfliegende Bomberverbände der Aliierten kamen Pausen mit einer tickenden Uhr im Hintergrund und der Zwischenansage "... wir kommen wieder ...".

 

<--- nachgestellte Szene eines Luftschutzkellers im ehemaligen deutschen Rundfunk-Museum.

 

Es konnte vorkommen, daß einzelne Reichssender im Bereich der einfliegenden Bomber zeitweise weggeschaltet wurden. So sollte die Anpeilung dieser Rundfunksender zur Zielerfassung verhindert werden.

 

Gerade der Volksempfänger und der DKE wurde auch gern in Luftschutzbunkern zum Abhören der Luftlage-Meldungen genutzt (zumindest solange Strom im Ortsnetz vorhanden war).




Während des zweites Weltkrieges war der Empfang von 'Feindsendern' mit Strafe sanktioniert, bis zur Todesstrafe. Warnhinweise (vielen Dank an das ehemalige Deutsche Rundfunk-Museum Berlin für die Bereitstellung dieses Warnhinweises) an den Radios wiesen darauf hin.


So wurde es in vielen Fällen Menschen zum Verhängnis, wenn bei Hausdurchsuchungen ein Volksempfänger oder anderes Radio vorgefunden wurde, bei dem der Besitzer vergessen hatte, nach dem Empfang eines 'Feindsenders' das Gerät wieder auf einen Inlandssender zurückzustellen. Viele Leute warfen eine Decke über das Radio, um dann möglichst leise zu hören, ohne dass Nachbarn oder gar der "Blockwart" das mitbekamen. Deshalb wurde auch versucht, Kopfhörer an den VE oder DKE anzuschließen, wegen der galvanischen Kopplung nicht ganz ungefährlich!

 

Hinweis zu den "Denke daran"-Schildern: Es gibt unterschiedliche Ansichten über die Farbe, Größe, Materialbeschaffenheit, Lochgröße und Papiereinschnittbreite. Auch werden heute viele Warnschilder unterschiedlicher Farben, Größen und Seitenverhältnissen gezeigt und angeboten. Auch wird die Frage diskutiert, ob an VE301 und DKE die gleichen Warnschilder genutzt wurden. Mir sind so Warnungen in weiß, beige, grau, rötlich, orange in diversen Varianten bekannt, die auch "alt und original" aussehen. Ich bin mir hier unsicher geworden, was ist nun original und was nicht. So gesehen bin ich noch auf der Suche nach einem belegbaren Originalschild! Info an: Formular auf der Impressum-Seite

 

Bis 1937 wurden ca. 2,6 Millionen Geräte verkauft. Hier einige Produktionsdaten der Jahre 1939-1943:

Jahr Markenempfänger Volksempfänger DKE Gesamt
1939 1785000 64800 553000 2986000
1940 700000 188000 496000 1384000
1941 415000 18000 421000 854000
1942 580000 4000 193000 777000
1943 538000 0 186000 723000

 

 

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Technische Hinweise:

Wenn Sie einen Volksempfänger kaufen wollen: Achten Sie auf die übereinstimmung des Herstellernamens auf dem Chassis und auf der Rückwand. Es gibt viele Volksempfänger, deren Namen nicht mehr übereinstimmen, als Sammelobjekt ein Nachteil.

 

Empfangsleistungen:

Es wird immer wieder behauptet. die Volksempfänger konnten nur den Ortssender empfangen oder waren sehr unempfindlich. Das stimmt nicht. Zumindestens nachts war oft Europa-Empfang möglich. Noch heute ist die Empfangsleistung recht gut. Hier ein Messprotokoll aus der Zeitschrift "Funktechnik", 1938:

 
DKE
VE301W
VE301Wn
Empfindlichkeit
1,0 mV (Audion-Triode)
1,5mV (Audion-Triode)
0,5mV! (Audion-Tetrode)
Trennschärfe
3%
7%
3%
Stromverbrauch
15 Watt
21 Watt
21 Watt

 

Bei einigen Gemeinschaftsgeräten wurden die Wellenbereich mit "Kurz" und "Lang" bezeichnet. Das ist aus heutiger Sicht missverständlich, denn mit "kurz" war Mittelwelle (nicht die Kurzwelle) und mit "lang" die Langwelle  gemeint.

 

kaefigspule.jpgDie Volksempfänger-Varianten mit der "Käfig-Schwingkreis- und Ankoppelspule haben 7 Antennenbuchsen und eine Erdbuchse. Damit konnte man den Empfänger an verschiedene Antennlängen anpassen und / oder die Eingangsempfindlichkeit oder die Selektion bevorzugen. Dabei galt: Mehr Windungen höhre Empfangsleistung, weniger Windungen höhre Selektion. Bei den Modell-Varianten mit dem Schwenkspulen wurde die Ankopplung durch Heranschwenken der Antennenspule auf selektiv / laut / leise / empfangsstark beeinflußt.

 

Bevor Sie die folgenden Hinweise in die Praxis umsetzen, lesen Sie unbedingt diese Sicherheits-Hinweise .
Ich werde immer wieder gefragt, ob die DKEs und VEs auch ohne 'Erde' betrieben werden können und was zu tun ist, wenn kein richtiger Erdanschluss im Zimmer vorhanden ist. Ohne Erde und Antenne laufen die meisten Einkreis-Empfänger nicht besonders gut (ich spreche nicht vom Ortssender-Empfang).

 

stockh.jpgWenn Sie abends und nachts weit entfernte Stationen mit dem VE oder DKE empfangen wollen, ist eine Draht-Aussenantenne von 10 - 20 Meter optimal (wer kann das schon installieren?). Vergessen Sie aber nicht, bei Gewitter-Gefahr die Antenne herauszuziehen. Zur Not geht auch eine Innen-Drahtantenne von ca. 5 - 10 Meter Länge. Montieren Sie diese Draht-Antenne (es geht auch Klingeldraht) möglichst frei im Raum.


Nicht zu vernachlässigen ist der Erdanschluss. Am besten ist die Wasserleitung oder eventüll die Zentralheizung, wenn ein Metallteil davon erreichbar ist. ABER VORSICHT ! Insbesondere die Allstrom-Geräte können die Gefahr des Stromschlages aufweisen. Verwenden Sie KEINE sogenannte Netz-Antenne (Null-Leiter)! Wenn sie fachlich dazu in der Lage sind, testen Sie auf Potential-Null zwischen Haus-Erde und Geräte-Erde vor Gebrauch.

 

Dafür brauchen Sie ein Wechseltrom-Voltmeter. Aber auch beim Messen Vorsicht! Ohne Risiko ist die Verwendung einer sogenannten Gegen-Antenne als Ersatzerde. Dazu schliessen Sie an die Geräte-Erde ca. 5 - 10 Meter gut isolierten Draht an und verlegen diesen auf dem Zimmerfußboden oder direkt an der Wand, möglichst in die entgegengesetzte Richtung zur Antenne.


 

Reprint des zeitgenössigen Buchs von Stockhusen --->


 

 

 

 

ve-beser.jpg

Nachteile von Allstromempfängern: Sind generell Allstromempfänger mit umschaltbarer (umstellbarer) Netzspannung ausgerüstet worden, ergibt sich im Gleichstromnetz mit sinkender Netzspannung eine mitsinkende Anodengesamt-Spannung. Das bedeutet: Die Gesamtempfangsleistung sinkt, je geringer die Netzspannung wird. Lediglich die Heizspannung der Röhren kann sicher gestellt werden. Deshalb hatte die Zubehörindustrie damals für die Kunden, die mit einem Wechselstromnetz von unter 220 Volt versorgt wurden, sogenannte Vorschalttrafos angeboten. Die spannten die Netz-Versorgungs-Spannungen von  110 oder  127 Volt auf 220 Volt hoch. Dann stand dem Allsromradio wieder die Original-Anodenspannung zur Verfügung. Natürlich musste am Radio selbst dann die Netzspannung wieder auf 220 Volt eingestellt werden.

 

<-- Ein kleines zeitgenössiges Buch mit Verbesserungsvorschlägen und

Tipps im Umgang mit den Gemeinschaftsempfängern.

 

Solche Vorschalttrafos mussten aber zur Stromaufnahme des Geräts passen. Wich die Stromaufnahme vom vorgesehenen Strom ab, änderte sich auch die erzielbare  Vorschaltspannung.

 

 

Quitschende Gemeinschaftsempfänger: Warum quietschen die VEs und DKs, wenn man an den Knöpfen herumdreht? Weil dieser Bautyp (Rückkopplungs-Einkreiser) so konstruiert war, dass der Schwingkreis durch technische Maßnahmen (Rückkopplung) entdämpft werden konnte. Je stärker die Entdämpfung, desto selektiver und empfangstärker wurde das Radio, bis die Entdämpfung zu stark wurde und das 'Schwingen' anfing, es  also selbst zum Sender wurde. Dieses Schwingen äussert sich durch lautes Quietschen. Sie stören damit übrigens Ihre Nachbarn, wenn diese auch im MW- oder LW-Bereich Radio hören. Also die Rückkopplung immer nur bis kurz vor Quietschbeginn 'anziehen'.


Wenn Sie einen VE301neu erworben haben, prüfen Sie beim

  • VE301G, ob der 4nF Kondensator an der Erdbuchse keinen Kurzschluss hat,
  • beim VE301GW,ob der 4nF Kondensator an der Erdbuchse und an der kalten Seite des Schwingkreises der 5nF Kondensator keinen Kurzschluss hat,
  • beim VE301GWdyn, ob der 5nF Kondensator an der kalten Seite des Schwingkreises keinen Kurzschluss hat.

Viele Reparatur-Tipps (auch speziell zu den Gemeinschaftsempfängern) finden Sie im Wumpus-Kompendium. Gedankenaustausch zum Thema können Sie auch im Wumpus-Gollum-Forum pflegen. Dort auch speziell hier nachlesen.

 

Noch ein Hinweis zu den Bakelitgehäusemodellen: Standardmäßig war die Bakelitfarbe schwarz. Es gab aber auch von den VE und DKE - Modellen Bakelitexemplare, die eine bräunliche Marmorierung aufwiesen. Ich gehe derzeit aber davon aus, dass die marmorierten Gehäuse eher eine kleine Stückzahl aufwiesen.

 

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Auflistung aller Gemeinschaftsempfänger (Volksempfänger, DKEs, usw):

Systematik der Volksempfänger:

  • VE = Volksempfänger
  • 301 = Datum: 30.1.1933. Tag der Machtübernahme der damaligen Regierung
  • W = Wechselstrom
  • G = Gleichstrom
  • GW = Allstrom (Wechsel- und Gleichstrom)
  • B = Batterie
  • n = neue Version
  • dyn = dynamischer Lautsprecher (elektrodynamisch oder permanent- dynamisch)


Hinweis: Die hier genannten Preise sind keine heutigen Verkaufspreise. Es sind die damaligen Preise.

 


Die verschiedenen Modelle

Stark umrahmte Photos und Grafiken sind anklickbar

Modell Röhren Jahr
Bemerkungen

VE 301 W


ve301w.jpg

 

ve301w-chassis-unten.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Photo von "Roehrenfreak" aus dem WGF

REN 904, RES 164, RGN 354 1933

 

s301w.jpgRückkopplungs-Einkreis-Empfänger. Audion-Stufe mit Triode.
MW, LW. ( Kurz = 500-1500 kHz, Lang = 150-500 Khz.) Antenne muss beim Bandwechsel umgesteckt werden. Gehäuse Bakelit.
Wechselstrom. 110V, 130V, 220V.

8-fach Antennen/Erdbuchse an der linken Geräte-Seite, Käfigspule.

 

 

ve301w-volker.jpg

Freischwinger- Lautsprecher.
Antenne- und Erde an linker Gehäusewand.
Preis 76 RM (Reichsmark)

 

 

Weitere technische Hinweise, Spannungsangaben, etc.

 

Photo von "Volker" aus dem WGF -->
... mehr

VE 301 G


Volksempfänger VE301G

Zur Online-Ausstellung

 

 

REN 1821, RENS 1823 1933

ve301g2.jpg

Rückkopplungs-Einkreis-Empfänger. Audion-Stufe mit Triode.
MW, LW. Antenne muss beim Bandwechsel umgesteckt werden. Gehäuse Holz.
Gleichstrom, 110V, 150V, 220V.
Freischwinger- Lautsprecher.
Antenne- und Erde an linker Gehäusewand.

8-fach Antennen/Erdbuchse an der linken Geräte-Seite, Käfigspule. Preis 76 RM

 

Gleichstrom-Version!

Kann NICHT direkt am heutigen Wechselstrom-Netz betrieben werden!

 

 

s301g.jpgNachteil der Schaltung ist: Je geringer die Netzspannung gewählt wird, desto geringer fällt die Empfangsleistung aus, da die Geräte-Anodenpannung auch geringer wird! Nur die Spannungen für die Röhrenheizung wird kompensiert.

 

 

ve301g3.jpg

Umbau-Vorschlag, zur Nutzung am 230 Volt-Wechselstromnetz.

Hensi V10


Henso V10 (Volksempfänger-Nachempfindung)

Nachbau (besser Nachempfindung optisch an den VE301G - allerdings mit zwei Querstegen)

 

Zur Online-Ausstellung

 

 

4 Transistoren (SF 235, 2 x SF 225, SC 236.

2 integrierte Schaltungen (A 281, A 211 D)

1984(5)

volksddr2.jpgNachbau (optisch) des VE301G von 'VEB Elektro-physikalische Werke, Neuruppin' der ehemaligen DDR. Export über Hensi, 'Hensi V10'.
MW und UKW, transistorisiert.

 

Das Gerät war wohl ursprünglich für ein Philips Firmen-Jubiläum konzipiert und wurde dann in der DDR (VEB Elektro-Physikalische- Werkstätten Neuruppin) entwickelt.

 

Produktions-Überhänge sind dann auch von der DDR weiterverkauft worden. (Produziert:  Nach Auftrag durch  die westberliner Firma Siebert beim VEB Elektronische Bauelemente Teltow). Es gab Gehäuse- und Chassis-Varianten.

 

 

VE 301 B


Volksempfanger VE301B (Batteriegerät)


Warum Volksempfänger-Batteriegeräte? Weil um 1933-34 ca 30-40 % der deutschen Haushalte keinen Stromanschluß hatten.

RE 034, RE 034 1933

ve301b2a.jpgRückkopplungs-Einkreis-Empfänger.
MW, LW. Audion-Stufe mit Triode. Antenne muss beim Bandwechsel umgesteckt werden.
Batterie-Modell, braucht Heiz- und Anodenbatterie.
Freischwinger- Lautsprecher. Gehäuse Holz.
8-fach Antennen/Erdbuchse an der linken Geräte-Seite, Käfigspule.
Preis 65 RM.

 

 Der Batteriekasten kostete 1934 8,50 RM

 

s301b.jpgDie Heiz/Anoden-Batterien wurde von verschiedenen Herstellern angeboten. Für die Anodenspannung wurde 90 V benötigt, für die Heizspannung 4 Volt (als Akku oder Batterie). So kostete z.B. im Jahr 1934 die Heizbatterie von Sonnenschein 12,50 RM, eine Varta-Heiz-Batterie 14,00 RM, eine Sonnenschein-Anodenbatterie 7,70 RM.

VE 301 B2


Volksempfanger VE301B2 (Batteriegerät)


Rückkopplungs-Einkreis-Empfänger.
MW, LW. Audion-Stufe mit Triode. Antenne muss beim Bandwechsel umgesteckt werden.
Batterie-Modell,
Freischwinger- Lautsprecher.
Stromsparschaltung. Gehäuse Holz.
8-fach Antennen/Erdbuchse an der linken Geräte-Seite, Käfigspule.
Preis 65 RM.

 

Warum Volks-Empfänger-Batterie-Geräte? Weil um 1933-34 ca 30-40 % der deutschen Haushalte keinen Stromanschluss hatten.

KC 1, KC 1, KL 1 1934

ve301b2a.jpgDurch die Verwendung der K-Batterie-Röhren (2 Volt) konnte der Stromverbrauch des Geräts und damit auch die Batteriekosten gesenkt werden. Auch die Heizspannung konnte nun noch sparsamer aus den Batterien oder dem Akku entnommen werden. Bei Verwendung eines Heizakkus konnte gegenüber dem VE301B (4V) ein Akku-Element eingespart werden.

 

ve301b2b.jpgDie Heiz/Anoden-Batterien wurden von verschiedenen Herstellern angeboten. Für die Anodenspannung wurde 90 V benötigt, für die Heizspannung 2 Volt. Weiter gab es an dieser Batterie einen 7,5 Volt-Anschluß. So kostete z.B. im Jahr 1934 der Heiz-Akku von Sonnenschein 14,00 RM, eine Varta-Heiz-Batterie 13,00 RM, eine Sonnenschein-Anodenbatterie7,70 RM.

 

s301b2.jpgEine weitere Strom-Ersparnis wurde durch eine dynamische Regelung der Gittervorspannung der Lautsprecherröhre erreicht. Bei keiner oder nur geringer NF-Aussteuerung war die Gittervorspannung hoch (dadurch floss nur ein geringer Anodenstrom), bei stärkerer NF-Aussteuerung wurde auch die Gittervorspannung reduziert. Diese Steuerung erfolgte mit einer kleinen Zusatz-Diode (Sirutor). Siehe Schaltbild. 20-30% Stromkosten konnten so reduziert werden. Die Diode (Sirutor) ist aus heutiger Sicht "falsch herum" gezeichnet.

 

Ziel der Stromsparschaltung war ein täglicher Betrieb von 3 Stunden für 250 Tage ! In die Heizbatterie war ein Vorwiderstand mit 2,3 und 1 Ohm eingebaut. Damit konnte über die Wochen hinweg das Nachlassen der Heizspannung durch Umstecken der Leitung zur Batterie kompensiert werden. Das war gegenüber dem VE301B eine deutliche Verbesserung.

 

 

VE 301 GW

 

Volksempfänger VE301GW

 

ve-rueckwand-blaupunkt.jpg

 

VC1, VL 1, VY1 1935

ve301gw-rueck.jpgRückkopplungs-Einkreis-Empfänger.
MW, LW. Antenne muss beim Bandwechsel umgesteckt werden. Gehäuse Bakelit.
Allstrom, 240V, 220V, 150V, 125V, 110V.
Freischwinger- Lautsprecher.
8-fach Antennen/Erdbuchse an der linken Geräte-Seite, Käfigspule.
Preis 87 RM

 

 

s301gw.jpg

Nachteil der GW-Schaltung ist: Je geringer die Netzspannung gewählt wird, desto geringer fällt die Empfangsleistung aus, da die Geräte-Anodenpannung auch geringer wird! Nur die Spannungen für die Röhrenheizung wird kompensiert.

 

VE 301 Wn


Volksempfänger VE301Wn

AF 7, RES 164, RGN 354 1937

ve301wn2.jpgRückkopplungs-Einkreis-Empfänger.
Mw, LW. Audion-Stufe mit Tetrode.
Wechselstrom, 220V, 130V, 110V.
Freischwinger- Lautsprecher. Gehäuse Bakelit.

 

Die Nahaufnahme zeigt einen Selen-Gleichrichter, der die Röhre RGN354 ersetzt.
Skala mit Stationsnamen.
4-fach Antennen/Erdbuchse an der  Geräterückseite, Schwenkspulen

 

Durch die Verwendung der steilen Audioröhre AF7 hatte der VE301Dyn eine verbesserte HF-Empfindlichkeit.

 

Photo der Chassis-Unterseite. Hinweis. Einige Teile nicht mehr original:

VE301Wn Chassis Unterseite

 

 

s301wn.jpg

 

 

 

 

VE 301 SWn

 

Volksempfänger VE301SWn

 

laugh.gif

 

 

2 x AF 7, 2 x RES164, 2 x Selengleichrichter 1.4.1937

ve301swn-hinten.jpgStereo-Variante des Volks-empfängers. Verfügt über zwei komplette Empfänger für MW und LW. Versuchsendungen wurden in diesen Jahren (wie schon in der Zeitschrift "Funk" 1925, Heft 7 angesprochen und angekündigt) auf zwei separaten Frequenzen in Stereo durchgeführt. Der VE301SWn konnte so gut Stereo übertragen, wenn auch nur in AM-Qualität. Das Gerät kam wohl über das Labor- und Kleinstserien-Stadium nicht hinaus und gilt heute als EXTREM selten!!! Wurde wohl nur von Saba gebaut. Kein Schaltbild bekannt geworden.

Fake/Scherz

 

VE 301 GWn


Volksempfänger VE301GWn (Phantom-Gerät)

 

(So KÖNNTE er ausgesehen haben)

 

Ein gewisses Rätsel bleibt es schon, warum  - anders als die modernisierte Version VE301Wn - die Allstrom-Variante nicht auf den Markt kam. Es gab sicher Bedarf für  einen solchen Allstrom-Volksempfänger. Schließlich wurde das Nachfolge-Modell VE301dyn ebenfalls in einer Allstrom-Variante angeboten.

 

Wird Ihnen ein VE 301 GWn angeboten, gehen Sie am Besten erst einmal von einer Fälschung aus...

 

Ein weiterer Artikel zum "neuen Volksempfänger" aus der Zeitschrift "Der deutsche Rundfunk" von 1938:

 

funkechnik1938.jpg

(VF7, VL1, VY1) -

Phantom-Gerät, existiert nicht, aber Schaltbild lieferbar! Wenn Sie dieses Gerät finden, sind Sie ein reicher Mann. Eine kleine Zusammenfassung über dieses Phantom-Gerät:

  • Die Schaltbild-Sammlung von Lange zeigt das Gerät.
  • stockh.jpgIm Buch von E.W. Stockhausen (1938/39?) kein Hinweis.
  • Im Buch von Dieter Holtschmidt ist kommentarlos das Schaltbild des VE301GWn abgebildet. Es ist wohl eine Kopie aus der Lange-Schaltbild-Sammlung.
  • Die Funkschau-Bestückungstabelle von 1947 weist den VE301GWn mit den Röhren VF7, VL1, VY1 aus.
  • In 'Die Radio-Reparatur, Teil 3' vom Deutscher Funk-Verlag kein Hinweis.
  • Die Schaltbildsammlung von '3 Sparen' zeigt das Gerät nicht.
  • Henseler mit seiner englischsprachigen Zusammenstellung über den VE erwähnt in einer Tabelle der VE301GWn.
  • Im Buch von Dr. Eugen Nesper 'VE301 noch leistungsfähiger' (1935) kein Hinweis, noch zu früh?
  • Die deutschen Grosshandelskataloge von 1936, 1937, 1938, 1939 erwähnen das Gerät nicht.

Man kann heute davon ausgehen, dass das  Gerät nie in Serie gebaut wurde. Allerdings sind theoretisch Labor-Modelle oder  Null-Serien-Modelle nicht auszuschließen.

 

s301gwn.jpg

Es scheint sich beim Unterschied zwischen dem VE301GWn und dem VE301GW im Wesentlichen nur um das Weglassen der Trafokopplung zwischen Audion und Lautsprecherröhre zu handeln und um die Verwendung einer VF7 statt der VC1. Der Trafo wurde durch eine preiswertere Widerstandskopplung ersetzt.

 

 

VE 301 Dyn


Volksempfänger VE301Dyn
(VE 301W dyn, VE301Wn Dyn)

 

 

ve301dyn-big.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Photo von Mark, MIRAG aus dem WGF)

AF 7, RES 164, RGN 1064 1938

fs38.jpgRückkopplungs-Einkreis-Empfänger.
MW, LW. Audion-Stufe mit Tetrode.
Wechselstrom. 220V, 130V, 110V.
Elektro-dynamischer Lautsprecher.
Beleuchtete Rechteck-Stationsnamen-Skala. Gehäuse Bakelit. 4-fach Antennen/Erdbuchse an der  Geräterückseite, Schwenkspulen
Preis 65,-- RM

Artikel in Zeitschrift 'Funkschau' (Nr. 33, 1938, Seite 257) .

 

Durch die Verwendung der steilen Audioröhre AF7 hatte der VE301Dyn eine verbesserte HF-Empfindlichkeit. Der elektrodynamische Lautsprecher (mit Feldwicklung) verbesserte gegenüber den Vor-Modellen den Klang erheblich.

 

 

 

s301wdyn.jpgSchaltbild

 

 

 

 

 

 

 

Umbau auf permanent-dynamischen Lautsprecher:

 

ve-umbau.jpg

 

 

 

 

 

 

 

Bedienungsanleitung:

ve301dyn-bedien-1.jpg  ve301dyn-bedien-2.jpg

 

ve301dyn-bedien-3.jpg  ve301dyn-bedien-4.jpg

Diese Anleitung gilt für VE301dyn W

und

VE301dyn GW

(Vielen Dank an Hans aus Potsdam für die Kombivariante der Anleitung)

 

 

VE 301 Dyn GW

 

Volksempfänger VE301DynGW

(VE301 GW Dyn)

 

Zur Online-Ausstellung

 

 

Die Röhre und die empfindlichen beiden Skalenbirnen wurden durch Reihenschaltung mit einem Urdox-Widerstand gegen zu hohe Spannung während des Einschaltvorgangs geschützt.

 

Ein weiterer Artikel zum "neuen DKE" aus der Zeitschrift "Der deutsche Rundfunk" von 1938:

 

funkechnik1938.jpg
VF7, VL1, VY1 1939

fs38.jpgRückkopplungs-Einkreis-Empfänger. Audion-Stufe mit Tetrode.
MW, LW. 240V, 220V, 150V, 125V, 110V.

 

Artikel in Zeitschrift 'Funkschau' (Nr. 33, 1938, Seite 257) . -->


Allstrom, permanent - dynamischer Lautsprecher. Beleuchtete Rechteck-Stationsnamen-Skala (mit 2 Skalenlampen). Gehäuse Bakelit. 4-fach Antennen/Erdbuchse an der  Geräterückseite, Schwenkspulen.

 

 

 

ve301gwdyn-2.jpgDurch die Verwendung der steilen Audioröhre VF7 hatte der VE301DynGW eine verbesserte HF-Empfindlichkeit. Der permanent-dynamische Lautsprecher (ohne Feldwicklung) verbesserte gegenüber den Vor-Modellen den Klang erheblich.

 

 

 

ve-klipstein.jpgBeispiel einer späteren Modifikation (Röhrenersatz) durch einen Bastler. Photo von Marcel Klipstein. Verwendete Ersatzröhren: UL42 und UAF42.

 

s301gwdy.jpg

 

 

 

 

<-- Schaltbild

Spannungsangaben (bei 220 Volt Netz): Anode VL1 177 Volt, 24 mA. An Kathode der VY1 210 Volt. Hinter Siebdrosssl 195 Volt. Skalenbirnen 10 Volt 0,05 A. Gesamtstromaufnahme bei 220 Volt 20 Watt.

 

Nachteil der GW-Schaltung ist: Je geringer die Netzspannung gewählt wird, desto geringer fällt die Empfangsleistung aus, da die Geräte-Anodenpannung auch geringer wird! Nur die Spannungen für die Röhrenheizung wird kompensiert.

 

Bedienungsanleitung:

ve301dyn-bedien-1.jpg  ve301dyn-bedien-2.jpg

 

ve301dyn-bedien-3.jpg  ve301dyn-bedien-4.jpg

Diese Anleitung gilt für VE301dyn W

und

VE301dyn GW

(Vielen Dank an Hans aus Potsdam für die Kombivariante der Anleitung)

Vorbemerkung zu den DKE-Modellen : DKE 38 / 1940, DKE 38 GW / 2, DKE 38 / 1943, DKE 38 GW II, DKE 50.

 

Diese Modellnamen sind offiziell so nicht auf den Geräten zu finden. Diese Modelle sind im Grunde nach nur Ergebnisse der  Sparmassnahmen und nach 1939 der zunehmenden Materialknappheit. Es war wohl so, dass die Schaltbildanbieter sich selbst Modellnamenvarianten schufen, um die schleichend eingeführten Schaltungsänderungen erfassen zu können.

Insofern sind die Schaltungsangaben der beiden folgenden Modellvarianten mit Vorsicht zu geniessen. Es hat Mischformen gegeben.

 

DKE 38 GW


DKE (DK38GW) "Goebbelsschnauze"

 

"Deutscher Klein- Empfänger", im Volksmund als "Goebbels-Schnauze" bezeichnet.

 

 

fs38.jpgArtikel in Zeitschrift 'Funkschau' (Nr. 33, 1938, Seite 257) .

Einige Hersteller verwendeteten eigene Modell-Namen, wie Blaupunkt '2GW145'

 

 

 

 

 

dke-rueckwand-saba.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

VCL 11 , VY 2

 

(Beide Röhren wurden speziell für DKE entwickelt)

1938

dke38z.jpgDetailphoto von der Rückseite. (Photo von Trevor Woods)


Rückkopplungs-Einkreis-Empfänger.
MW, LW. Audion-Stufe mit Triode. Automatischer Bandwechsel beim Drehen des Abstimmknopfes.
Allstrom, 220V, 150V, 110V. 3 Antennenbuchsen. Gehäuse Bakelit.
Freischwinger- Lautsprecher, "Goebbels-Schnauze",
Billig-Empfänger. 35 RM
Einige Modelle sind noch nach dem 2. Weltkrieg gebaut worden, siehe DKE 50.

 

dke38sw.jpgKW-Adapter für DKE38.

Mit diesem Adapter (er wurde auf die Röhrenfassung des DKE gesteckt und auf dem Adapter die VCL11 eingesteckt) konnte  der DKE zum Empfang von drei Kurzwellenbereichen erweitert werden.

 

 

ikw1.jpg  ikw2.jpg  skw.jpg
Anleitung 1 und 2, Schaltbild des Adapters.

 

dke-ballarini.jpg

Ein interessanter Umbau (Ersatz der VCL11 mit Wehrmachtsröhren RV12P2000). Photo von Livio BALLARINI - Italien.

 

 

 

 

volks13.jpg

Und ein weiterer Umbau. Die VCL11 wurde durch zwei RV12P200 ersetzt. Eine Folge des Materialmangels nach dem zweiten Weltkrieg.

 Photo von Lorito Eleja

 

 

 

sdke38.jpg

Schaltbild

 

 

 

 

 

 

Nachteil der GW-Schaltung ist: Je geringer die Netzspannung gewählt wird, desto geringer fällt die Empfangsleistung aus, da die Geräte-Anodenpannung auch geringer wird! Nur die Spannungen für die Röhrenheizung wird kompensiert.

DKE


Ungarischer Klein- Empfänger, Hungarian DKE

VCL 11, VY 2 1940/42?

hundke2.jpgHergestellt in Ungarn von Nepradio (Orion?).

Rückseite . (später verändert)

Rückkopplungs-Einkreiser. Automatischer Frequenzwechsel beim Drehen des Abstimmknopfes.
MW , LW.  Gehäuse Bakelit.
Allstrom. 220V, 150V, 110V.
Freischwinger-Lautsprecher.

(Photos von Hughes, Peter. VK2MLG.)

 

DKE 38 / 1940


DKE

VCL11, VY2

 

 

1940

Rückkopplungs-Einkreis-Empfänger.
MW, LW. Automatischer Bandwechsel beim Drehen des Abstimmknopfes.
Allstrom, 220V, 150V, 110V. Gehäuse Bakelit.
Freischwinger- Lautsprecher.
Abgemagerte Version des DKE 38. So wird der 600 Ohm-Abgleichwiderstand durch einen 300 Ohm Festwiderstand ersetzt. (Quelle: W.A. Schenk, Band 18, Seite 1619, DKE 1940). Noch 3 Antennenbuchsen.

Kleine Änderung am Pappchassis des Lautsprechers.

E.W. Stockhusen geht in seinem Buch "Vom ältesten zum neusten VE-Gerät" Erscheinungsjahr 1941 noch nicht auf die Variante 1940 und Ausführung 2 ein.

 

Ich bin an Photos dieses Chassistypes zur Veröffentlichung auf dieser Seite interessiert. Haben Sie ein Photo mit Ihrem Urheberrecht, bitte ich um Zusendung per email.

 

DKE 38 GW / 2
DKE 38 / 1943
DKE 38 GW II

 

DKE


Verlagerungs-Produktionsort: Teilweise auch bei DeRuFa (Deutsche Rundfunkempfängerfabrik Warschau). Wegen der Kriegsnotwendikeiten wurde die Inlandsproduktion von Radios eingestellt und im besetzten Gebiet weiter produziert.

VCL11, VY2

1943
1944?

Rückkopplungs-Einkreis-Empfänger.
MW, LW. Automatischer Bandwechsel beim Drehen des Abstimmknopfes. Gehäuse Bakelit.
Allstrom, 220V, 150V, 110V.
Freischwinger- Lautsprecher.
Abgemagerte Version des DKE 38. So wird der 600 Ohm-Abgleichwiderstand durch einen 300 Ohm Festwiderstand ersetzt. Weiter entfällt die Siebdrossel und wird durch einen Widerstand von 2,5 kOhm ersetzt. Die beiden Netzelkos sind von 4 auf 6 uF erhöht worden. Weiter ist ein Antennenkoppelkondensator von 300 pF entfallen.

 

Zusätzlicher Trennkondensator zwischen Erde und Gerätemasse.

 

Einige Quellen weisen auf 1941 als Erscheinungsjahr hin. Ich bin da skeptisch.

 

Je nach Quelle tauchen Hinweise auf eine weitere Produktionsänderungen beim DKE im Jahr 1943 (auch 1944?) auf. So weist auch Karl Tiefenbacher auf dieses Gerät hin.

Es soll nur noch eine Antennen-Buchse gehabt haben (andere Quellen: Immer 3 Antennenbuchsen, aber nicht alle angeschlossen oder teilweise gebrückt). Ich selbst habe noch kein Gerät mit Baujahr vor Kriegsende gesehen bei weniger als 3 Buchsen. Auch Derufa-Modelle haben 3 Buchsen (2 elektrisch genutzt).

 

W.A. Reglin benennt im Band 18 auf Seite 1619 wahrscheinlich das Modell DK38 Ausf. II als "DKE 1944".

Schaltbild. Jedenfalls soll der DKE38 II nur noch 3 Antennen/Erdbuchsen an der Geräte-Rückseite haben.

 

Ich bin an Photos dieses Chassistypes zur Veröffentlichung auf dieser Seite interessiert. Haben Sie ein Photo mit Ihrem Urheberrecht, bitte ich um Zusendung per email.

 

DKE 38 B


DKE

 

 

dke38b-schaubild.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verkabelung

KC 1, KC 1, KL 1 1938

dkeb.jpgRückkopplungs-Einkreis-Empfänger.
MW, LW. Automatischer Bandwechsel beim Drehen des Abstimmknopfes. Gehäuse Bakelit.
Batterie-Version.
Freischwinger - Lautsprecher.
Preis 32,50 RM ohne Batterien.

 

 

 

dkeb2.jpg

Preis für Batteriesatz (Heizung 3.75 RM, Anode 5.75 RM)

 

 

Schaltbild

 

Herstellung und Anschluß eines Ersatzbatterie-Satzes

 

Das Gerät sollte in Wohngebieten ohne örtliches Stromnetz Radioempfang sicherstellen.

 

 

dke-koffer.jpgDen DKE38B gab es auch in einer Miltär-Version mit Transport-koffer, der Gerät und Batterien aufnahm.

Zwei Fächer für Batterien, ein Fach für Kabel und Antennendraht.

Notradio

 

... mehr

VCL11, VY2 um 1946

Notradio auf Basis eines DKE 38

Beispiel eines Einbaus des DKE-Chassis in ein Holzgehäuse.

 

Weiteres über Notradios ...

 

DKE 48, DKE 50


DKE

 

Zur Online-Ausstellung

VCL11, VY2 1948-50

Rückkopplungs-Einkreis-Empfänger.
MW, LW. Automatischer Bandwechsel beim Drehen des Abstimmknopfes.
Allstrom, 220V, 150V, 110V. Gehäuse Bakelit.
Freischwinger- Lautsprecher
Billig-Empfänger.
Verkauf und Produktion? von Radio Pruy, Nürnberg. Auch Brandt soll noch einige Modelle auf den Markt gebracht haben.

Es wurden noch DKEs von anderen Firmen nach dem zweiten Weltkrieg auf den Markt gebracht. So bot z.B. Blaupunkt noch die Modelle 2GW145 und 2GW149 im Holzgehäuse an, ebenfalls soll es von Blaupunkt Modelle mit Umbau auf RV12P2000 geben.

 

DKE

VY2, UCL81 1951 ? Weiterbau des DKE, nach 1945 von Edli.
Es wurden mir auch Geräte genannt, die wohl original mit einem Selengleichrichter statt mit einer VY2 bestückt waren. Gehäuse Bakelit.

 

DKE W111

 

DKE W111 (DKE-Nachempfindung von Quelle)

. 1974? Design-Kopie des DKE, vertrieben von Quelle. Universum.   Transistor-Superhet fuer UKW und FM. Farben dunkelgrau, orange-rot, weiss-elfenbein.          Zumindestens ein "Novelty-Radio", auch schon mit Sammlerwert.
     


 

DO 36
Deutscher Olympia-Koffer


Scahaleko Olympiakoffer DO36

 

Zur Online-Ausstellung

 

KF 4, KC 1, KC 1, KL 1 1936

ok36c.jpgRückkopplungs-Zweikreiser. (1-v-2)
Hersteller: Schaleco
MW, LW, TA.
Batterien, Drahtantenne, Drahterde.
Olympia-Koffer. (Die Olympiade fand 1936 in Berlin statt.)
Permanentdynamischer Lautsprecher.
Preis 156 RM mit Röhren.

Das Gerät ging als Sieger aus einem Preisausschreiben hervor.

 

ok36b.jpgDer urspüngliche Entwurf von Hans Stanienda von der Firma Schaleco in Berlin wurde mit Serienfertigung etwas verändert. Die geplante Gemeinschaftsfertigung durch mehrere Firmen kam nicht zustande. So scheint es keine weiteren Hersteller gegeben zu haben (Siehe die Liste unten auf dieser Seite.) Die produzierten Stückzahlen konnten sich nicht mit denen der VE-Geräte vergleichen. Mit ein Grund, warum der DO36 heute bei Sammlern recht gefragt ist.

Technisch interessant ist die Umsteckmöglichkeit für die Heizspannungsbatterie. Gemäss der Bedienungsanleitung sollte nach 15 Stunden der Pluspol von Position 1 nach 2 umgesteckt werden und nach weiteren 45 Stunden auf Position 3. So sollte das Nachlassen der 2 Volt Heizspannung kompensiert werden.

 

ok36d.jpgDie beiden Schwingkreise waren gut geschirmt aufgebaut, die erreichbare Selektivität gut. Die Lautstärke wurde über einen Differential-Drehko im Antenneneingang vorgenommen, der auch gleichzeitig eine gewisse Antennenanpassung vornehmen konnte.

Durch den 2-stufigen NF-Verstärker hatte das Batteriegerät eine brauchbare NF-Leistung von ca 250 mW zu bieten.

Dem Gerät lag eine Drahtantenne und eine Drahterde bei. Es wurde empfohlen, die "Erde", wenn kein echter Erde-Kontakt vorhanden war, einfach am Boden auszulegen.

Die Empangsleistung bei frischen Batterien war recht brauchbar. Leider haben sich die verwendeten K-Batterieröhren als schnellnachlassend und recht empfindlich herausgestellt.

 

Schaltbild   /   Anleitung (groß)

 

DO 37
Deutscher Olympia-Koffer


Olympiakoffer DO37 von Nora

KF 4, KC1, KC 1, KL 1 1937

okoff37.jpgRückkopplungs-Zweikreiser (1-v-2)
Hersteller: Nora
MW, LW. Rahmen-Antennen.
Batterie.
Olympia - Koffer
2 Kreiser
Permanent - dynamischer Lautsprecher.
Preis 161,50 RM mit Batterien.

 

 

ok37b.jpg

Schaltbild

 

 

DAF 1011 ,
Arbeitsfront-Empfänger

 

DAF1011 Arbeitsfrontempfänger

AF 3, AF 7, AC 2, RE 614, AZ 1 1935

Rückkopplungs-Dreikreiser. (1-v-2)
MW, LW, TA.
Wechselstrom. 240V, 220V, 150V, 125V, 110V.
3 Kreise
NF-Leistung 2,5W
Kein eingebauter Lautsprecher.
Preis 295 RM (156 RM ?) mit Röhren.

Audio-Ausgang für Kraftverstärker oder 200 Ohm Lautsprecher oder 2000 Ohm Kopfhörer. Audio-Eingang für Plattenspieler (Modell Musikus) oder Mikrophon (Modell Ela M46 und Schaltbox Ela B11), wenn der Audioschalter/Mischer Ela B52 genutzt wird.

 

dafsp.jpgDas Gerät wurde entwickelt für den Einsatz im Büro oder an sonstigen Arbeitsplätzen.

 Externer permanent- dynamischer Lautsprecher AFR354 (mit eingebauten Übertrager) oder Cassis AFC353. Das Gehäuse des "Taubenschlag"-Design-Lautsprechers war wohl aus Holz, jedenfalls ist mir bisher noch keine Metallgehäuse-Variante bekannt geworden. Im AFR354 war das Chassis AFC353 eingebaut. Der Lautsprecher AFR354 kostete RM 105,--, das Chassis RM 54,--. Über die Jahre haben sich diese Preise aber geändert. So kostete z.B. der AFR354 (mit Lautsprecher-Chassis) von Beteco im Jahr 1938 RM 97,20, das Chassis AFC353 RM 48,75.

dafsp2.jpgDiese Lautsprecher-Ampeln SFR354 wurden von verschiedenen Herstellern angeboten. Beispiele: Grawor, Beteco, Peter Grassmann" (Helios), Hegra (Herrmann Grau in Berlin Friedrichshagen, Wilhelmstr. 4-9)

Schaltbild

 

Unter anderen brachte auch die Firma Dralowid ein Mikrophon (Dralowid-Reporter) für die ausdrückliche Nutzung mit dem DAF1011 heraus:

 

 

 

Radio Union RU1W


Radio Union RU1W

Union-Einkreiser

 

Photo von MSs, Michael aus dem WGF

 

 

 

Die Radio-Union wurde durch Roland Brand, Braun, Radio-Funkwerkstätten GmbH, Würtemberg Radio GmbH, Ernst Mästling, Rundfunktechnische Erzeugergemeinschaft gebildet.

AF7, AL1, AZ1 1936

Die 1935 von einigen Firmen als Gemeinschaftsproduzenten gegründete Radio-Union wollte einige bessere Einkreiser - als durch den VE vertreten - herausbringen.

 

Nicht nur der hohe Preis von 106, 75 RM und Röhren 30,75 RM = 137,50 behinderten das aber.

 

Im Grosshandelskatalog von 1936 wird dieser Empfänger in der Rubrik "Gemeinschaftserzeugnisse" geführt, die auch den VE301 und DKE -Empfänger zeigen.

 

Ausstattung: Bakelitgehäuse, 110-240 Volt  Wechselstrom, 45 Watt. Wellenbereiche: MW, LW. Elektrodynamischer Lautsprecher, Sperrkreis, Tonblende, beleuchtete Skala, Anschluß für Aussenlautsprecher. Gewicht 12,7 kg. Abmessungen: 49 x 26 x 24 cm.

 

Mehr zu diesem Gerät im Online-Museum


Radio-Union

RU3W, RU3WF, RU3GW


Radio Union RU3W

 

RU3W: AF7, AL4, AZ1. Elektrodyn. Lautsprecher. LW, MW. 137,50 RM.

 

RU3WF: AF7, RES164, RGN564. Freischwinger. 125,25 RM

 

RU3GW: CF7, CL4, AZ1. Permanentdyn. Lautsprecher. 160,-- RM

1937

 

ru3w.jpgProduktwerbung von 1937:

 

Alle drei Modelle mit umschaltbarer Antennenanpassung.


Übersee-Empfänger "Stuttgart"


Überseeempfänger Stuttgart

AF3, ACH1, AF3, ABC1, AL4, AZ1

1937

Groß-Super mit abgestimmter HF-Vorstufe. 2*KW, MW. Bandbreitenregelung, Schattenzeiger (Feldstärkeanzeiger). 7 Kreise.
Hersteller: Blaupunkt.

Das Export-Gerät zählt zu den Gemeinschaftempfängern, obwohl es nur von Blaupunkt gebaut wurde. Dabei wurde das Gerät von den Auslandsvertriebsorganisationen auch anderer deutscher Hersteller speziell für sogenannte Auslandsdeutsche angeboten.

 

stuttgarty.jpgEs war aber eine Produktion auch durch andere Hersteller geplant. In Deutschland selbst war der Übersee-Empfänger nicht erhältlich. Es gab hier das fast baugleiche Modell 5W77 von Blaupunkt. Photo des Innenlebens aus der Zeitschrift "Radio Mentor 1937. Es war beabsichtigt, das Gerät später auch von anderen Hestellern bauen zu lassen. Dazu kam es wohl nicht mehr. (Quelle u.a. Funkschau, 1937, Seite 281)


Der vergleichbare 5W77
Der vergleichbare 5W77 von Blaupunkt.

 

Warum der Name "Stuttgart"? In Stuttgart gab es das damalige "Deutsche Auslandsinstitut, DAI". Der damalige Stuttgarter Bürgermeister Strölin war auch Vorsitzender dieses Instituts. Er konnte so erreichen, dass Stuttgart diesen Namenszusatz "Stadt der Auslandsdeutschen" bekam. Das wiederum passte dann für den Namen "Stuttgart" als einen Gemeinschaftsempfänger, der ja gerade an solche Auslandsdeutsche verkauft werden sollte. Auch andere Städte bekamen Namenszusätze oder gaben sich selber solche. Beispiele: Goslar, Reichsbauernstadt. Bremen, Stadt der Kolonien. Usw.


Einheits-Fernseh-Empfänger E1


Einheitsfernsehempfänger E1

Der "Volks"-Fernseher wurde 1939 für 650 RM angeboten.

1939

ef2.jpgDer "Volks"-Fernseher wurde 1939 fuer 650 RM angeboten. Er ist aber nur in geringsten Stueckzahlen gebaut worden.

Roehren: 5*EF14, ECH11, EF11, EBF11, EL11, EZ11, 2*ES111, RFG5, AZ11, AZ12, RFB/T2.

441 Zeilen, 50 Bildwechsel (Zeilensprung). Parallel-Ton AM. ZF Bild 8.4 MHz, ZF Ton 5.6 MHz. Empfangs-Kanal 40-55 MHz. Bildgroesse 22.5 * 19.5 cm .

 

 

 

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Zubehör-Beschreibungen:

 

membra-zub.jpg

Heliogen

 

Zubehör für VE301 und DKE

Sperrkreise, Umschalter, Antennen-Schalter, HF- Komponenten

Die Firma Menbra bot eine große Auswahl von Zubehör - auch für die Gemeinschaftsempfänger - an. Deshalb auch an dieser Stelle der Hinweis auf den Membra-Katalog. Lesenswert. Auf über 20 Seiten stellt der Katalog von 1937/38 eine Auswahl von Produkten, die den Radioempfang verbessern und mehr Bedienungskomfort bereit stellte:

 

 

membra01.jpg
Anklicken ! 20 Seiten

 

 

Antennenumschalter und Sperrkreis für VE 301.

Heliogen, Cosifa, Konski & Krüger, Dema in Berlin SO 36 (Doppelsperrkreis auch für VE mit Permebilitätsabstimmung RM 12,--)

und ....


Membra

Membra Antennenumschalter und Sperrkreis

... mehr zu diesem Gerät im Membra-Katalog

 


Kaco

Kaco Antennenanpasser und Sperrkreis

Aufsteckbar bei den VE-Modellen an der linken Seitenwand in die Buchsenleiste


Kaco

Aufsteckbar bei den VE-Modellen an der linken Seitenwand in die Buchsenleiste


Homa

Homa Volksempfönger Zubehör

 

Luxor:

 

luxor-ve-1.jpgluxor-ve-1.jpg luxor-ve-1.jpg

 Antennenanpasser mit komfortabler umschaltung der Anenne an die 7 Antennenbuchsen des Volksempfängers, zusätzlich auch abstimmbarer  Sperrkreis für LW und MW.

Fotos von Guido Höh.

 

Sperrkreis
Heliogen, Siemens (Sirufer) Rfz25, Telefunken SK10, Görler Ferrocart, Kaco, Detex, , Jürg für VE 301 WN, VE 301 Dyn, DKE.

und ...


Flamma (Metallwerke Zschauer)

Flamma Sperrkreis

Doppelsperrkreis, Görler, Kaco, für VE 301
Doppelsperrkreise und Antennenumschalter, Görler, Undy, für VE 301
Doppelsperrkreis und Antennenanpasser, Luxor, für VE 301
Selektionskreis, Heliogen, Görler Ferrocart, Linder & Co, Detex Juwel.

Antennenwähler für VE 301


Detex

Aufsteckbar bei den VE-Modellen an der linken Seitenwand in die Buchsenleiste


Kaco

Aufsteckbar bei den VE-Modellen an der linken Seitenwand in die Buchsenleiste


Heliogen

Aufsteckbar bei den VE-Modellen an der linken Seitenwand in die Buchsenleiste

 

Antennenwahler mit HF-Abschwächer, Heliogen
Feinabstimmungs-Knopf, Heliogen, für DKE
Skala mit Lampe und Zusatz-Schwingkreis, Hirschmann, für VE 301

HF-Abschwächer und Drehkondensator für VE301:


Kaco


Heliogen

Universal VE Adapter (2 Skalen, Skalenlampe, Antennschalter, Sperrkreis, Selektionskreis). Kaco für VE301

Universal VE Apapter (Skalenlampe, Skala mit Stationsnamen, Antennenwähler, Sperrkreis). Membra, VEA. Mehr Informationen über Membra.


Membra VEA

VEA Universal VE-Adapter (für Volksempfänger)

... mehr zu diesem Gerät im Membra-Katalog

 

Antennenbausatz, Heliogen für VE 301, 1934
Sperrkreis / Selektionskreis, Kaco Radiolotse, Heliogen für VE 301
Sperrkreis von Sator für VE und DKE

HF-Stör-Filter für Strom-Netz. Für VE301


Heliogen

Heliogen HF-Störfilter


Brunnquell


Kaco


Detex

 

Heliogen

 

Zubehör für VE301 und DKE

Aktive HF-Komponenten

Zweikreis- Vorsatz. Brandt Columbus 55 für VE 301 W mit Stationsnamen-Skala und eingebautem Sperrkreis. Preis 35 RM. Liegende Rechteckform

Zweikreis-Vorsatz von Braun mit U-förmigen Gehäuse und schräg nach hinten kippender Skala.
Zweikreis-Vorsatz VS1220W von Körting mit liegender Rechteckform und Stationsnamenskala
Superhet - Vorsatz. Körting für VE301.  Damaliger Preis 90 RM.  Skala zeigt 49 Sendernamen.
Kurzwellen- Adapter für DKE. 3 KW-Bänder.

Kurzwellen-Adater für DKE


HF- Vorversärker, aperiodisch. Funkbau Neuendorf, für DKE

Cewrolet für Volksempfänger.
Fernempfangsvorverstärker (aperiodisch). Mit einem Netztransformator. Wilhelm Matthias (Berlin) , 1935. Der Adapter wird in die Röhrenfassung der REN904 gesteckt. In den Adapter kommt eine RENS1294 und die REN904. Es gibt auch einen Anschluss für einen externen Abstimmkreis (z.B. Sperrkreis).

 

HF-Vorverstärker für Volksempfänger

 

Fernempfang durch den Membra-Sperrkreis
Membra Katalog
(Anklicken für mehr Details)


(Anklicken für mehr Details)

 

 

Zubehör für VE301 und DKE, DAF 1011

NF Adapter und Komponenten

Ton-Blende, Heliogen

Zusatz- Lautsprecher VL34. Preis 26 RM.

VL34 Zusatzlautsprecher für Volksempfänger

... mehr zu diesem Gerät im Membra-Katalog

 

Details im Wumpus-Online-Museum

 

Plattenspieler- Adapter. Detex, Phonofix für VE301 ***
Platttenspieler - Adapter mit Schalter. Phonofix ***
Lautsprecher- Adapter. Heliogen für VE301
Lautsprecher - Adapter mit Schalter, Heliogen , Kaco für VE301
Lautsprecher- Adapter mit Tonblende, Kaco für VE301
Lautsprecher- Schalter, Heliogen
Externe Lautsprecher, AFR 354, Ultrakraft I, Ultrakraft II, für DAF 1011
Röhrensockel- Plattenspieler- Adapter. Braun Phonofix, Heliogen, Kaco für VE 301.
Stör-Unterdrücker. Meritax, für VE301

 

*** = Kann man einen Plattenspieler an Volksempfänger anschließen? JEIN!

Ich werde hin und wieder gefragt, ob man einen zur Zeit des VE passenden Plattenspieler mit dem Volksempfänger oder Deutschen Kleinempfänger DKE verbinden kann. Kann man, aber ob es sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Die Volksempfänger kamen teilweise als Allstromgeräte auf den Markt. Diese Geräte haben galvanische Verbindung zum Stromnetz, sodass hier die Gefahr des Stromschlages besteht. Es ist schlicht gefährlich!

 

Aber auch bei den Wechselstrom-Modellen des Volksempfängers ist es so, dass sich ein Anschluss eigentlich nicht empfiehlt. Zwar wäre hier der Plattenspieler galvanisch vom Stromnetz getrennt, aber es gibt weitere Punkte, die zu bedenken sind. Zuerst haben die Volksempfänger keine echte Niederfrequenz-Lautstärke-Regelung.

 

Der Plattenspieler würde den VE voll aussteuern! Gut, eine Lautstärkeregleung könnte man einbauen. Dann brauchte man aber auch eine Buchse zum Einstrecken des Plattenspielerkabels. Weiter hatten nicht alle zeigenössigen Plattenspieler einen NF-Ausgang mit hohem Pegel und hoher Impedanz. Und mal ehrlich: So richtig gut klingen einige Volksempfängermodelle dann mit Plattenspieler auch nicht. Noch ein Punkt: Man müsste bei Plattenspielerbetrieb immer Antenne und Erde herausziehen, weil sonst Rundfunk durchschlagen kann.

 

Deshalb als Antwort JEIN, weil: Wer sich auskennt, kann natürlich an das Steuergitter der NF-Röhre über einen Koppelkondensator die NF bei Wechselstromvarianten des VE über einen Regler anschließen. Es gab (siehe weiter oben bei ***) auch käufliche Plattenspieleradapter.

 

Kako

 

Zubehör für VE301 und DKE

Skalen, Skalen-Lampen, Netz-Teile, Feinantriebe, sonstiges.

110 / 220 V Adapter für Wechselspannungsnetze. Heliogen, für Volksempfänger und DKE. Ausgebildet als Netz-Zwischenstecker.
Warum solche Adapter, wo doch beide Geräte-Typen an sowie 110 als auch 220 Volt Netzen betrieben werden können?
Weil bei 220 Volt die NF-Ausgangsleistung etwas höher ist, denn die Anodenspannungsversorgung wird bei
Spannungsumstellung von z.B. 220 Volt auf 110 Volt nicht mit geändert (nur der Heizkreis wird angepasst), die Anodenspannung des Gerätes sinkt mit.
Die Folge ist u.a. ein Zurückgehen der NF-Ausgangsleistung.
Batterie. Baumgarten, Varta, Daimon, für VE301 und Olympia Koffer
Batterie- Fach für VE301
Gehäuse für VE301
Gehäuse für Ve301B und B2
Unter-Konsole. Westfälische Metallhandel GmbH, Heliogen for VE301
Konsole mit Schalter. Heliogen

Skalenlampe . Für VE301.

Heliogen, Kaco.

 

 

Und ...


Detex

 

Diese Skalenbirnen der verschiedenen Hersteller mit Fassung und Haltevorrichtung wurden über Aufsteck-Adapter auf den Rohrensockel geschoben.

Experimentier- Sockel, Heliogen für VE301
Feinabstimm- Knopf. Heliogen für DKE
Stör-Filter. Detex, Brunnquell, Kaco, Heliogen for VE 301, DKE


Omnia.
Heliogen.

Band-Schalter, Sperrkreis MW u. LW, Skalenlampe, Spannungs- Schutz, NF Regler, Tonblende, Selektion, Plattenspieler, Adapter, Anschluss f. 2.Lautsprecher.
Auszüge aus dem Heliogen-Katalog 1938:


Omnia

 

omnia2.jpg

 

 

omni3.jpg

 

Ein- Aus- Schalter-Adapter. Heliogen für VE301
Netzteil. Heliogen, für DO 36 und D 37

Skala mit Stations-Namen für VE 301.

Detex, Jürg (Jürgens)

und ...


Undy

Undy Vorsatzskala für Volksempfänger

Aufsteck-Skala

Mittels eines Aufsteck-Adapters konnte die notwendige Versorgungsspannung für die Skalenbirne vom Röhrensockel einer der VE-Röhren entnommen werden. Es gab Modell-Varianten für Wechsel- und Allstrom-Volksempfänger, weil die Heizspannungen unterschiedlich waren.

 

Volksempfänger mit Undy Leuchtskala

 

Skala mit Licht für VE 301.
Undy, Geider

und ...


Kaco (2 Skalen)

 

Beleuchtete Aufsteck-Skala für VE  von Ehrl im "Kathedrahlen-Design" (Unterteil rechteckig, Oberteil mit Skala ungefähr halbrund)
Vorsatzskala beleuchtet von Isolan, V35. Mit Stationsnamen. Originalknopf wird entnommen. Der neue Knopf liegt oberhalb.
Aufklebe-Skalenhilfe von Detex. Beide Skalen-Blätter wurden in die Umrandung des originalen Skalenbereichs platziert. Der Anwender mußte die Skalen interpretieren. Eine "kleine" Lösung, aber auch preiswert.
Transformator 110 und 125V Adapter, Heliogen für DKE
Überspannungs- und Blitz-Schutz mit Birne, Heliogen
Schaltuhr. "Strom Stop", Detex, für VE 301

Transportkoffer, Alles. Für VE301

... mit Platz für Batteriesatz

 

Feinantrieb, Heligon

Für DKE. Der Antrieb wurde im Antriebsrad-Schlitz eingeklemmt und das Feinrad drehte über Friktion das originale Drehkorad fein weiter.

 

 

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Produzenten-Liste

(grötenteils Bestandteil der "Rundfunktechnsichen Erzeugergemeinschaft GmbH"):


  24.06.2008. Hersteller von Volksempfängern und DKEs und DAFs (alphabetisch geordnet)

 

ve-werb.jpgDiese Geräte wurden von verschiedenen Herstellern gebaut. Alle im "WDRI" (Wirtschaftsstelle der deutschen Rundfunkindustrie) zusammengefassten Firmen konnten (mussten?) Volksempfänger herstellen.

 

Es wurde zu diesem Zweck auch die "Rundfunktechnische Erzeugergemeinschaft GmbH gegründet. Nicht alle Mtglieder dieser Erzeugergemeinschaft bauten ALLE VE -  und DKE - Varianten.

 

Die folgende Liste zeigt die deutschen und österreichischen (damals "Ostmark") Mitglieder der WDRI und Hersteller aus damals besetzten Gebieten. Der jeweilige Hersteller ist meistens auf der Rückwand oder dem Chassis vermerkt.

 

--> rechts: Auch die Firma TEFAG war Mitglied der Erzeugergemeinschaft.

Der stilisierte Adlerkopf (oder der mythische Greif) war wohl aus damaliger Sicht schon ein politisches Symbol. Das belegt auch die spätere Verwendung des Hakenkreuzes auf einigen Gemeinschaftsgeräten, anstatt des "Greifs".

 

Die folgende Liste ist nun schon seit 1999 online. Es sind viele Hersteller geklärt. Bitte prüfen Sie doch mal Ihre Geräte, ob Sie eins finden, dass hier noch mit ??? gelistet ist. Stand 2008: Die kleine Nachforschungsarbeit kann als fast abgeschlossen gelten.


Beachten: Viele Geräte haben später getauschte Rückwände, die nicht immer auf die tatsächliche Produktionsfirmen verweisen. Letztlich ist die Rückwand fast der einzige (vielleicht falsche) Hinweis auf die eventuelle Produktionsfirma.

 

 

 

Liste der Hersteller:

Hersteller
VE301
DKE
DAF1011
AEG .
ja
 ja
?
Braun .
ja
ja
?
Blaupunkt / Ideal .
ja
ja
?
Brandt (Roland Brandt) .
ja
ja
?
Deutsche Rundfunkempfängerfabrik Warschau, DeRuFa. .
-
 ja
?
DeTeWe .
ja
ja
?
Dietz & Ritter, (Körting) .
ja
ja
ja
Edly (Fritz Rhode, Berlin)
-
ja
-
Elz, (Ing. Elz) = siehe Radione .
-
-
-
Emud, Mästling .
ja
ja
(b)
?
Eumig (Österreich, "Ostmark) .
ja
(b)
ja
?
Graetz  .
ja
ja
?
Grassmann , RFW Berlin) .
(see under Radio-Funk-Werkstätten GmbH Berlin)
(siehe unter Radio-Funk-Werkstätten GmbH Berlin )
-
-
-
Hagenuk, Nordmark, Neufeld & Kuhnke, Hanseatische Apparatebau-Gesellschaft .
ja
ja
?
Hensi (Herri Siebert. Produziert bei VEB Elektro-physikalische Werke, Neuruppin) remake, Stil-Nachbau
ja
-
-
Horny, Hornyphon (Österreich, "Ostmark)
ja
ja
?
Ideal (siehe Blaupunkt)
-
-
-
Ingelen (Österreich, "Ostmark)
ja
ja
?
IKA, Litzmannstadt (siehe auch Runfunktechnische Fabrik) .
???
xxxx
ja
?
Kapsch (Österreich, "Ostmark) .
ja
ja
?
Koch & Sterzel
ja
???
?
Körting (siehe Dietz und Ritter)
-
-
-
Lange .
ja
???
?
Loewe, Radio A.G. .
(Radio A.G. - D.S. Loewe)
ja
ja
?
Lorenz (C. Lorenz AG) .
ja
ja
(b)
?
Lumophon, Bruckner u. Stark .
ja
ja
?
Mästling (siehe Emud)
-
-
-
Mende ( H. Mende & Co.) .
ja
(b)
ja
?
Minerva (Österreich, "Ostmark) .
ja
ja
?
Nepradio ? (Ungarn: ORION, Philips, Telefunken and Standard) [***]
???
ja
?
Nora
ja
ja
?
Owin (bis l 1936) .
ja
-
-
Philips (Deutsche Philips) .
ja
(b)
ja
?
Quelle (DKE remake)
-
ja
-
Radio-Funk-Werkstätten GmbH Berlin, Grassmann .
ja
(b)
ja
(b)
?
Radione (Ing. Elz) (Österreich, "Ostmark) .
ja
ja
?
Radiotechnische Fabrik IKA (Litzmannstadt Polen) . ? ? ?
Reico
ja
???
?
Reiners, Berlin
-
ja
?
Rundfunktechnische Erzeugergemeinschaft GmbH, Gemeinschaftserzeugnis. (die hier gelisteten Firmen)
ja
ja
?
Rundfunktechnische Fabrik , Eltz.
???
???
?
Rundfunktechnische Werke
???
ja
?
Saba .
ja
ja
ja
(**)
Sachsenwerk .
ja
ja
?
Schaleco .
ja
(b)
ja
?
Schaub .
ja
ja
?
Seibt (Entwickler des VE301) .
ja
ja
?
Siemens .
ja
(b)
ja
ja
Stassfurt (Stassfurter Rundfunk-Gesellschaft mbH) .
ja
ja
ja
Tefag .
ja
ja
?
TeKaDe .
ja
(b)
ja
?
Telefunken .
ja
ja
(b)
ja
Telefunken Warschau
???
ja
?
Valvo Radioröhren GmbH
ja
ja
?
Wega .
ja
ja
?
Zerdik (Österreich, "Ostmark) .
ja
ja
?
  • (b) = auch in braun
  • (xx) = Wahrscheinlich nur von Schaleko produziert.
  • (xxx) = Wahrscheinlich nur von Nora produziert.
  • (xxxx) = Wahrscheinlich nicht von dieser Firma produziert.
  • (**) = Email: Hallo, eine kleine Info für Ihre Homepage, die ich heute von Experten der Antik-Radio-Werkstatt an der Villinger Volkshochschule erhalten habe (Villingen ist der Stammsitz des früheren Unternehmens S(chwarzwälder) A(pparate) B(au) A(nstalt). Es gibt DAF 1011 – Geräte von SABA. SABA hat allerdings niemals derartige Geräte hergestellt. Es wurden aber von SABA damals ca. 1100 Geräte diesen Typs von einem anderen Radio-Hersteller gekauft und mit dem SABA-Logo gekennzeichnet. Bei SABA selbst wurden u.a. Geräte vom Typ VE 301 hergestellt. Grüße Stefan Assfalg

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Vielen Dank für die Mithilfe bei der Ermittlung der Hersteller von Volksempfängern und DKEs und andere Informationen auf dieser Seite an:

(sortiert nach Nachnamen)

  • Ray Anderson, Stassfurt (DKE)
  • Stefan Assfalg, Ingelen (VE301), Information about Saba DAF1011
  • Stefan Baden, TeKaDe (VE301 brown)
  • Livio Ballarini, modification photo of DKE
  • Uwe Blum, DL2ABL. Radio-Funk-Werkstätten GmbH Berlin (VE301)
  • Berthold Bosch, DK6YY. Minerva (DKE)
  • Christoph Butterer, Dietz & Ritter (DKE)
  • Petra Conrads- Patan, Eumig (DKE)
  • Lorne Clark , (DKE by Blaupunkt, Horny, Schaub)
  • Dennis Daly, Kapsch (VE301)
  • Michele Denber, Schaleco (DKE), DAF-1011 (Koerting)
  • Erich Dorninger, Minerva (DKE)
  • Robert Düring, Brandt (DKE)
  • Lorito Eleja, photo of DKE38 modification.
  • Bernd Felbemair, DeRuFa Warschau (DKE)
  • William Gordon , Eumig (DKE)
  • Kurt Graf, Eumig (VE301)
  • Holger Hapke, Lorenz (DKE)
  • Harald Hecher, IKA (DKE)
  • Ludwig H. Hildebrandt. Seibt (DKE)
  • Peter Hughes, Nepradio (DKE) and brown VE by "Radio und Funkwerkstätten"
  • Timm Jacobi, Valvo Radioröhren GmbH (DKE)
  • Marcel Klipstein, Modifycation VE301dyn
  • Rüdiger Lenze, Sachsenwerk (DKE)
  • Wolfgang Michael TeDeWe (DKE )
  • Wolfgang Östreicher, Valvo (VE301)
  • S. Päsler, Horny (VE301)
  • Peter Qüsted, Dietz & Ritter / Körting (VE301)
  • Norbert Pfeil, Kapsch (DKE)
  • J. Ralf, Koch & Sterzel (VE301)
  • Selyem Tóth Sándor [***] http://www.zalaszam.hu/radio
  • Johann Scharf, DKE brown, Radio Funk-Werkstätten
  • Bernd Schmitz, Owin seit 1936 Konkurs, deshalb keine DKEs möglich. Owin since 1936 not more in business, so no DKE's produced.
  • Jörg Seidel, TeKaDe (VE301)
  • Jörg Sickert, Lumophon (DKE)
  • Bob Smith, Siemens and Stassfurt (DAF1011)
  • Rainer Steinführ, AEG (VE301) (DKE), Braun (VE301) (DKE), Blaupunkt (VE301), Brandt (VE301), Detewe (VE301), Edly (DKE), Emud (VE301, DKE), Grätz (VE301), Hagenuck (VE301, DKE), Hensi (VE301 remake), Lange (VE301), Löwe (VE301), Lorenz (VE301), Mende (VE301, DKE), Nora (VE301, DKE, Olympiakoffer 37), Minerva (VE301), Nepradio (VE301), Owin (VE301), Philips (VE301) (b), Radio-Funk-Werkstätten GmbH Berlin (DKE), Radione (VE301, DKE), Reico (VE301), Reiners (VE301), Rundfunktechnische Erzeugergemeinschaft GmbH (VE301, DKE), Rundfunktechnische Werke (DKE), Saba (VE301, DKE), Sachsenwerk (VE301), Schaleco (VE301, Olympiakoffer 36), Schaub (VE301), Seibt (VE301), Siemens (VE301, DKE), Stassfurt (VE301), Tefag (VE301) (DKE), TeKaDe (DKE), Telefunken (VE301, DKE, DAF1011), Wega (VE301), Zerdik (VE301, DKE).
  • Karl Tiefenbacher, IKA (DKE). Ing. Nikolaus Elz Radione) (VE301). Radiofabrik Ingelen (Ing. Elz) (VE301). Lumophon (VE301).
  • Alain Van Houte, Ingelen. (DKE)
  • Henk van Veen, Deutsche Rundfunkempfängerfabrik Warschau (DKE)
  • B L Wahlman, Sweden, ((b) Lorenz DKE, Telefunken DKE)
  • Heribert Weiermann, . Wega (DKE)
  • Jürgen Vogt, Grätz (DKE)
  • Peter Wedel, Lumophon (VE301)
  • B. Welke, Loewe (DKE)
  • Trevor Woods, Philips (DKE)
  • R. Young (brown VE by Mende)

 

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Sonstiges:

 

Literatur, Publikationen, Quellen  zum Volksempfänger / Gemeinschaftsempfänger:

 

  • Börner, Herbert "Funkgeschichte 226". 
  • Dahl, Peter "Arbeitersender und Volksempfänger".
  • Holtschmidt, Dieter" Volksempfänger".
  • Stockhusen, E.W. "Vom ältesten zum neuesten VE-Gerät".
  • Stockhusen, E.W. "Der Volks-Empfänger - so noch besser!".
  • Stockhusen, E.W. "Der DKE so noch besser!".
  • Wolfgang König: "Volkswagen, Volksempfänger, Volksgemeinschaft / Volksprodukte im Dritten Reich".
  • Wolfgang König,  "Mythen um den Volksempfänger. Revisionistische Untersuchungen zur nationalsozialistischen Rundfunkpolitik". Zeitschrift "Technikgeschichte 70".
  • Hemme, Jürgen F. u. Nübel, Wolfgang K. "Unbekanntes vom Volksempfänger". Zeitschrift "Technikgeschichte 156".
  • Latzel, Robert " Volksempfänger und Opas erste Glotze - Nostalgie-Ausstellung". Zeitschrift "Funkgeschichte 158".
  • Rebers, Hermann "Volksempfänger heute". Zeitschrift "Funkgeschichte 2".
  • Scholz, Siegfried "Ein Volksempfänger, nicht von Goebbels (Philips 1930)" . Zeitschrift "Funkgeschichte 34".
  • Eugen Nesper, "Der VE 301 noch leistungsfähiger". Radio- und Matern-Verlag

(Die Zeitschrift "Funkgeschichte" wird von der GFGF herausgegeben)

 

 


 

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1996 / 27.04.2016

© 1996/2016 Wumpus Welt der Radios. Rainer Steinführ, WGF | Besucherzähler: 1.335.771

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