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Detektoren bauen, Detektor-Hören 2018 und später?

 

Es gibt doch in Deutschland keine Mittelwellen-Rundfunksender mehr, da ist es doch sinnlos, sich mit dieser Uralttechnik zu befassen.

 

Das hört man oft in Kreisen von (traurigen) Rundfunk-Interessierten. Na, ja, ganz so schlimm  ist es (noch) nicht.

 

Warum? Weil es ausserhalb von Deutschland durchaus noch MW-Rundfunk gibt.  Der ist dann zwar  fremdsprachig, aber immerhin...

 

Allerdings gilt: Zumeist sind MW-Sender nur noch nach Einbruch der Dunkelheit empfangbar, das liegt an der Wellenausbreitung auf Mittelwelle, die tagsüber oft nur 100-150 km reicht. Mit Beginn der Dunkelheit steigt die Reichweite aber erheblich an und kann gegen Mitternacht hohe Reichweiten bringen, zumeist aber mit Schwankungen (Fading) der Feldstärken.

 

Wer am Rande Deutschlands  in Richtung Südost, Südwest oder West wohnt, kann sogar tagsüber den einen oder anderen Sender hören. Nachts spricht eingentlich nichts gegen Empfangsmöglichkeiten sogar aus der geografischen Mitte Deutschlands (grob der Raum um Göttingen (je nach Messverfahren)).

 

Simple Einfach-Detektorradios (Zylinder-Volldrahtspule mit starker Antennenkopplung) werden Schwierigkeiten bekommen, aber gut aufgebaute Detektoren können schon Nacht-Enfernungen von 300 km und auch deutlich mehr nutzen.

 

Es lohnt sich also noch - bis auch die letzten MW-Rundfunksender aufgeben - einige Jahre das Ur-Erlebnis des Rundfunks mit Detektorempfang zu erleben. Hier auf den Wumpus-Detektor-Seiten gibt es diverse Bauvorschläge.

 

Schwierig wird es allerdings, gute Drehkondensatoren zu bekommen. Luft-Isolierte Drehkos sollten verwendet werden, Spinnennetzspulen meine Empfehlung. Es soll wohl auch immer seltener Kristallhörer * im Angebot geben, ebenso wird langsam die Beschaffung von geeigneten Germanium-Dioden (wie z.B. AA112) ** problematisch. Erfeulicherweise gibt es immer noch mal die guten, alten 2000-Ohm-Kopfhörer.

 

* = Kristall-Hörer, crystal earphones, Piezoelectric Earphone sind geeignete Suchbegriffe für die Beschaffung dieser Hörer.

 

** = Findet man keine geeignete Germanium-Diode mehr, kann man sich aus einen Stück Pyrit eine Detektor-Diode selber bauen.

 

Wie man mit den erwähnten Bauteilen umgeht, was zu beachten ist, findet man in den Tipps und Tricks. Bitte dort Einlesen.

 

Auch bei mir in Berlin (Stand 2018) ist zumeist Detektor-Empfang mit einem meiner Selbstbauten nachts einiger ausländischer Radio-MW-Sender möglich, nur Mut, es ist (noch) nicht zu spät. Am Tage habe ich sogar hin und wieder den LW-Sender aus Polen (225 kHz) mit diesem Gerät gehört.

 

Hier noch einige Links zu MW-Sender-Listen:

 

http://www.mediumwave.de/

 

 

p.s. Singemäß gilt das Gesagte auch für die Langwelle.

 

 

03.11.2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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