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Rettet-unsere-Radios. Pro und Contra

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Analoges Radio retten
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Bis   zu   1 5 0   M i l l i o n e n   LW-MW-KW-R a d i o s    in Deutschland  n u t z l o s .

Bald auch 150 Millionen UKW-Radios reif für die Tonne?



Analoger und digitaler Rundfunk im Vergleich

Hier werden die Vor- und Nachteile vom
klassischen analogen Rundfunk (LW, MW, KW und UKW)
und vom
digitalen Rundfunk (DAB, DAB+, DRM und Internet-Radio) zusammengetragen
.


Was ist ein analoges Radio?      Was ist ein digitales Radio?     Was ist Internet-Radio?

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Nachtrag Ende Oktober 2011: Das Ende vom UKW-FM-Rundfunk scheint durch
Entscheidung vom Bundestag erst einmal vom Tisch zu sein.

Nachtrag 2012: Analoges UKW-Radio  wird es weiter geben bis 2025.
Bleibt also noch das Schicksal des LW-MW-KW-Bereichs unsicher.



In 10 Punkten kurz zusammen gefaßt:

Pro und contra analoges Radio
/ Pro und contra Radio und Internet-Radio


  1. 200 - 300 Millionen analoge Radios - einschließlich der Autoradios - in Deutschland drohen durch die Einführung des digitalen Radios unbrauchbar zu werden.

  2. Analoge Radios und digitale Radios im eigentlichen Sinn - also eigenständige Geräte, die nicht nur nebenbei Radio-Empfang bieten - drohen in eine Niche neben dem Internet-Radio (Wlan, UMTS) gedrängt zu werden. Dadurch verlieren auch die klassischen Rundfunkanstalten ihren primären Status, sie drohen im "Meer" der 30000 "Internet-Radiosender" unterzugehen.
  3. Katastrophenschutz-Warnungen erreichen für eine Übergangszeit nicht mehr alle Bundesbürger, da viel zu wenig digitale Radios in den Haushalten vorhanden sind. Und Katastrophen-Alarm via SMS?

    Die Erdbeben-Tsunami-Kernkraft-Katastrophe (März 2011) in Japan zeigt, dass Telefon, Mobilfunk (Handy) und Internet teilweise ausgefallen sind, nur Radio konnte flächendeckend informieren und warnen.

  4. Bei Internet-Radio kein anonymer Radioempfang mehr. Der Provider kennt Ihre Hörgewohnheiten, in gewissen Ländern u.U. sehr gefährlich.

  5. Bei Internet-Radio in bestimmten Ländern drohen Netzabschaltungen und Zensur. Deutsche im Ausland ohne unabhängige Nachrichten, wenn die "Deutsche Welle" kein Kurzwellen-Rundfunk mehr hat.

  6. Bei Internet-Radio ist der Radio-Empfang nur über zum Teil erhebliche Zusatzkosten möglich. Menschen ohne ausreichende finanzielle Mittel werden ausgesperrt, da Highspeed-Zugängen und Flatrate teuer ist.

  7. Bei Internet-Radio ist das komplizierte Netz (insbesondere beim Handy-Netz) nicht überall mit Highspeed-Zugängen auch drahtlos möglich, so. Analoger Rundfunk reicht weit und ist fast unkaput-bar und mit simplen preiswerten Geräten überall empfangbar.

  8. Digitales Radio (DAB und DRM) erfüllen nicht die technischen Erwartungen. Normen-Vielfalt, Inkompatiblitäten. DAB und DAB+ nicht kompatibel. DAB derzeit für Autoradios kaum beschaffbar.

  9. Internet-Radios über Wlan haben nur einen sehr eingeschränkten Empfangsbereich und sind kaum portabel zu nutzen. Auch UMTS-Handys können in Deutschland High Speed nicht flächendeckend versorgen.

  10. Der Zugriff über Internet-Radio auf weltweit zehntausende "Radiosender" ist im Grunde genommen nur theoretisch.  Gute Klangqualität ohne Aussetzer und stabile Senderzahl sind in der Praxis kaum zu erreichen. Provider grenzen ein. Technik noch nicht optimal. Fällt das Netz aus, ist der Empfang weg. Komplizierter Umgang für Menschen der Vor-Internet-Generation. Sie werden ausgeschlossen und überfordert


.
.

Sie wollen sich ein wenig genauer mit pro und contra beschäftigen? Dann lesen Sie bitte weiter...


Nicht namentlich markierte Beiträge stammen vom WEB-Master, der fleißig LW, MW, KW, UKW, DAB, DAB+, DRM, Internet-Radio (Lan und Wlan), Podcasts, SMS, MSMS und UMTS-Radio nutzt.

 

Quantitative Gegenüberstellung analoge Radios und digitale Radios. Stand 2011

Bis zu 300 Millionen Radios reif für die Tonne?

Es gibt ca. 300 Millionen analoge Radios in Deutschland. Das ist die Kernthese dieser WEB-Site. Wann auch immer der analoge UKW-Rundfunk und auch der analoge LW-MW-KW-Rundfunk abgeschaltet wird, führt das zu einer riesigen Menge von unbrauchbaren Radios.

Das könnte auch nicht einfach mit einer staatlich mitfinanzierten Rückgabe-Aktion kompensiert werden. Sollte dabei auch nur jeder Haushalt EIN neues digitales Radio verbilligt erhalten? 40000000 x 100 EUR =  4 000 000 000 =  4 Milliarden EUR.


Vielleicht nur eine Millionen digitaler Radios (DAB, DAB+, DRM)

Auch 15 Jahre nach Einführung des digitalen Rundfunks ist die Zahl der in der Bevölkerung genutzten Ditgital-Radios eher marginal. 

Zählt man die Internet-Radios (Wlan und Lan)  hinzu, kommen vielleicht  5 Milionen Geräte hinzu. Die Internet-Radios sind nicht kostenfrei zu betreiben.

Nachtrag 2012: Die Verkaufszahlen für DAB+ Radios scheinen etwas anzusteigen. Andererseits habe ich in zwei Berliner Elektronik-Fachmärkten jeweils eine Stunde lang den Verkaufsbereich für DAB+ Geräte beobachtet: Kein Kunde interessierte sich dafür.



 Katastrophenschutz

Analoges Radio: Katastrophen-Vorsorge

Wer denkt schon gern an Katastrophen und Groß-Unglücke oder andere die Existenz der Bevölkerung bedrohende Ereignisse in unserem Land? So sehr lange ist z.B. die Sturmflut-Katastrophe an der Norseeküste und Hamburg garnicht vorbei.

Früher wurde die Bevölkerung in Deutschland durch Sirenen gewarnt. Seit vielen Jahren ist diese Methode zugunsten der Warnung über Sonderdurchsagen im deutschen Rundfunk- und Fernsehsender-Netz ersetzt worden. Auch hier ergibt sich der grundsätzliche Nachteil: Wer nicht Radio hört oder gerade fernsieht, wird nicht gewarnt. Aber, wie dem auch sei: Derzeit wird (noch) über analogen Rundfunk gewarnt.

Sollte nun irgendwann der analoge UKW-Rundfunk mit seinen ca. 300 Millionen real existierenden Radios durch z.B. DAB, DRM, Internet-Radio, UMTS oder SMS ersetzt werden, wird es wahrscheinlich für Jahre eine Minderversorgung der Bevölkerung geben.

Ehe jeder deutsche Haushalt mit mehr als einem digitalen Radio oder Radio-Ersatz versorgt ist, kann erheblich Zeit vergehen. Bei Katastrophen auf Internet-Radio und UMTS-Radio zu setzen, kann sich als sehr kurzsichtig herausstellen. Das sind komplexe Netzwerke, die leicht zusammenbrechen können.

Dagegen ist der simple Analog-Rundfunk mit seinen zum Teil extrem einfachen Geräten bei der Bevölkerung fast unkaputtbar. Das gilt sinngemäß auch für LW, MW, KW.

Beispiele: Fukushima (16.03.2012) und der Wirbelsturm in New York (30.10.2012). ... mehr


 

 Einfache und barrierefreie und stromsparende analoge Radiotechnik

Analoges Radio: Kompatibel seit Jahrzehnten

Der analoge Rundfunk begann in Deutschland 1923 ist bis zum heutigen Tag in einer Normierung mit Geräten aus diesem Jahrzehnten zu empfangen. 1949 kam der UKW-Rundfunk nd ist ebenfalls bis heute mit ein und der selben Norm ausgestattet.  Das ist eine Kontinuität von  bald 90 (60) Jahren.

Derzeit sieht es so aus, dass digitale Rundfunk-Betriebsarten (DAB, DAB+, DRM) keine 20 Jahre kompatibel bleiben. Die digitalen Normen kommen und vergehen, zum Teil schon vor realer Markteinführung.


 .Digitales Radio DAB und DAB+ inkompatibel

Es sieht derzeit so aus, als wenn beabsichtigt ist DAB durch DAB+ oder ein noch neueres System zu ergänzen oder zu ersetzen.  Damit wäre noch vor einer echten Markteinführung in Größenordnungen der DAB-Standard für die meisten DAB-Geräte schon wieder überholt.

Nur wenige derzeitige DAB-Radios können auf DAB+ aktualisiert werden. Also nicht nur heutige analoge Radios würden unbrauchbar, nein auch die (scheinbar) modernen DAB-Radios! Ab August 2011 ist durch den Start von DAB+ diese Situation schon teilweise eingetreten.


Analog - Stromsparend bei Portabel-Betrieb

Während ein typisches analoges Kofferradio mit einem Satz Typ AA-Batterien wochenlang  bis monatelang auskommt, reicht der gleiche Batterie-Satz bei einem Digitalradio höchstens einige Stunden bis bestenfalls wenige Tage.

Ursache hierfür ist der kompliziertere Signal-Verarbeitungsweg über eine Art Computersteuerung.


Internet-Radio: Aussperren von Bevölkerungsgruppen


Die deutschen Rundfunkanstalten setzen auch in Ihren Fernseh- und Radio-Angeboten voll auf (noch nur bei Zusatzangeboten) das Internet. Es vergeht kaum eine Tagesschau oder eine Radiosendung ohne Hinweise auf weitere Informationen auf den WEB-Seiten des Senders und oder auf Podcasts, Streams, usw.

Solche sicher guten Zusatzinformationen stehen sinnvollerweise nur via Flatrate zur Verfügung. Aber diese Flatrate-Dienste sind für bestimmte Bevölkerungsgruppen  kaum zu finanzieren. Hartz-4-Empfänger, z.B.  erhalten für die Internet-Nutzung einen geradezu lächerlich geringen monatlich Beitrag, der niemals eine Flatrate bieten kann.

Wer Radio auch über Mobilfunk-Netze hören will, braucht teuere zusätzliche Flatrate accounts. Internet-Radio nur für "bürgerliche" Bevölkerungsschichten. "Bildungsfernes Prekariat" muss draußen bleiben?

 

 Das Radio-Angebot (Stand 2012)

Angebote und Preise

Analoge Radios werden ab ca. 5 EUR für einfache Geräte bis zu ca. 250 EUR angeboten. Ein riesiges Angebot.

Digitale DAB, DAB+ und DRM-Radios (auch in Kombination mit analogen Empfangsteil) gibt es ab ca. 90 EUR. Ein sehr eingeschränktes Angebot. Digitale Autoradios sind fast vom Markt verschwunden.

Digitale Internet-Radios mit Lan und Wlan (zusätzlich zu bezahlende DSL und Flatrate ist Voraussetzung) werden ab ca. 75 EUR angeboten. Das Angebot ist spärlich, steigt aber.

UMTS-Handys (zusätzlich zu zahlende Flatrate ist Voraussetzung)  mit Internet-Radiofähigkeit gibt es vertragsfrei ab ca. 150 EUR. Großes Angebot, steigend.


Aktuelles DAB-Radio-Angebot  bei einem Versandhaus (März 2011 / Oktober 2012)

Im größten deutschen Elektronik-Versand (mit dem großen C) werden derzeit 9 DAB-Radio angeboten. bei über 800 analogen Radios.  Kein DAB-fähiges Autoradio, aber eine DAB-Autoradioantenne und über 300 analoge Autoradios.
(DAB ist seit 1998 (1995) in Deutschland aktiv.)

Demgegenüber ist (Stand August 2011) ein recht beachtliches Angebot von DAB+ Radios im Angebot, die ich als Geräte der zweiten Generation bezeichne. Sie verfügen wohl aber noch nicht über die bei DAB+ technisch möglichen Multi-Media-Fähigkeiten, wie z.B. Bilder-Darstellung auf einem Display.

2012 hat sich die Verkaufslage etwas verbessert. Es werden auch deutlich mehr Geräte angeboten. Nach Beobachtung bei Fachmärkten, ist das Kundeninteresse doch nach wie vor suboptimal.

 

 DAB, DAB+ / Klangqualität

DAB und DAB+


DAB oder besser Digital Radio soll bei konservativer Komprimierung "UKW-Qualität" erreichen und bei guten Empfangsfeldstärken ein gutes - fast immer "blubberfreies, artefakte-freies" Signal liefern können.

DAB+ kann darüber hinaus mehr Sender pro Sendefrequenz übertragen. Es soll auch besser mit schwachen Empfangspegeln klar kommen. Ursprünglich wurde neben dem Band III auch das L-Band für DAB genutzt.

Pro und Contra: Das L-Band ist empfangsmäßig aber deutlich kritischer, sodass wieder darauf verzichtet wurde. DAB-Radios mit diesem Band sind in Deutschland zumindest schon wieder überholt.


DAB / DAB+ klingt bei derzeit typischen Daten-Raten von 64-128 kbit/s nicht wirklich so gut wie analoges FM. Viele Leute, die zum ersten Mal DAB / DAB+ hören, sagen: "Das klingt irgendwie komisch".


 DAB kostengünstiger als UKW

Im Vergleich zu den analogen klassischen UKW-Rundfunksendern sollen DAB-Sender auf dem Sendekanal (der allerdings wesentlich breiter moduliert) mehrere Programme (in Abhängigkeit von der Kompressionsrate, DAB bis zu 8 Programme auf einem Kanal, DAB+ ca. 12-16 Programme pro Kanal) unterbringen .

Darüber sollen die Sender angeblich auch mit weniger Sendeleistung auskommen.

So gesehen, ist DAB für die Sendeanstalten kostengünstiger. DAB und DAB+ ist Gleichkanal-fähig, es können also von verschiedenen Standorten genau die selben Programme abgestrahlt werden.

Das wiederum soll zu einer besseren Versorgungsdichte im Zielgebiet führen, allerdings gibt es wohl auch hier Überlappungszonen.

Pro und Contra: DAB und DAB+ ist nicht kompatibel. Ein reines DAB-Radio kann zumeist DAB+ nicht dekodieren.


Digitaler DAB-Empfang in Berlin als Beispiel (März  und August 2011, 2012)

März: Außerhalb der jährlichen Funkausstellungszeiten werden derzeit in Berlin immerhin noch fünf digitale DAB-Sender (es waren mal 16 Stationen, die privaten Anstalten blieben nach Ende der Förderung weg) zumindest theoretisch angeboten.

In der Praxis gibt es KEINEN flächendeckenden "In der Wohnung" - Empfang in und um Berlin. Um 1998  wurde DAB in Berlin (und Bundesrepublik) mit Mini-Sendeleistungen um 1 kW (wegen Einsprüchen des Verteidigungsministeriums für Band III) eingeführt.  Sinnvoll wären aber Leistungen um 10 oder mehr kW. Daran hat sich seit 13 Jahren in Berlin nichts geändert. 

Ich wohne ca. 6-7 km vom nächsten DAB-Sender entfernt in einem Haus in der 4. Etage mit DIREKTEM Blick auf die Sendeantennen am Scholzplatz: Kein stabiler Empfang in der Wohnung, nur am Fenster in der Sender-Richtung! Das Ergebnis zeigt sich bei drei verschiedenen DAB-Empfängern. So kann man die Käufer, die Industrie und die Sendeanstalten nur wenig für DAB begeistern.

August: Nach Einführung von DAB+ gibt es in Berlin derzeit 21 Stationen. Davon noch vier Stationen die DAB senden. Es gibt zwei starke Pegelunterschiede. Ein Programmpaket kommt in Berlin Spandau gut, das andere Paket wesentlich schlechter.

Nachtrag 2012: In Berlin werden derzeit ca. 40 Programme geboten, einschließlich des Bundes-MUX.


Mit dem DAB-Radio auf Reisen


Im Gegensatz zu analogen Radios mit UKW, LW, MW, KW kann man nicht mit DAB oder DAB + Geräten überall auf der Welt digitales Radio hören.  Sogar in Europa ist das von Land zu Land verschieden. Einige Länder nutzen auch teilweise andere Frequenzbereiche oder haben gar DAB wieder eingestellt. Trostreich: Eigentlich alle DAB-Radios haben noch einem UKW-FM-Bereich und der hilft fast überall auf der Welt weiter.

 

 Internet-Radio

 Internet-Radio:  Kein anonymes Radiohören

Der analoge Rundfunk und DAB und DRM ermöglichen das anonyme Radiohören. Zwischen Sender und Hörer befinden sich keine kontrollierbaren Einrichtungen.

Anders beim Internet-Radio. Hier erhält zumindest der Dienste-Provider Kenntnis über Hörgewohnheiten  des Nutzers. Welche Sender und welche Sendungen empfängt der Nutzer.

Auch in Deutschland ist ja die sogenannte Vorratsdatenspeicherung in der Diskussion. Nun kann man sagen "Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten". Diese These ist aber sehr gewagt, viele Beispiele zeigen, daß man als Nutzer kaum noch übersehen kann, was andere mit den Daten machen. Man könnte genau so gut sagen: "Wer nichts zu verbergen hat, hat alles zu befürchten".

Eine plumpe Unterstellung über die Datensammelwut des Staats wird aber hier ausdrücklich nicht angenommen. Denken wir stattdessen einfach an die Lage von Nutzern (auch deutschen Nutzern) des Internet-Radios in "fernen" Ländern.


Kontra Internet-Radio:
Willkürliches Sperren des Internet-Zugangs in "fernen" Ländern

Es geht bei diesem Punkt NICHT um befürchtete Sperrungen des Internets aus politischen Gründen in Deutschland!

In den letzten Wochen und Monaten mussten wir aber erleben, wie in anderen Ländern in Krisenlagen der Internet-Zugriff und Mobil-Telefonnetz gesperrt oder zensiert wurde. Damit war in diesen Ländern auch Internet-Radio blockiert.

Nur das alte analoge Radio über LW, MW und KW (ich denke da an die Deutsche Welle) konnte deutschen Staatsbürgern in den betroffenen Ländern UNZENSIERTE und ANONYM empfangbare Informationen liefern über Kurzwelle. Der jeweils staatliche Rundfunk in den Krisenländern vermeldete nur staatstreue Nachrichten.


Internet-Wlan-Radio. Unterwegs, im Urlaub.

Ist doch gar kein Problem: Das neue Internet-Wlan-Radio mitnehmen und unterwegs bei Verwandten, Bekannten, Hotels, Tagungen, Schulungen nach einem dortigen freien Wlan-Point zu schauen. Wenn nicht frei vorhanden, fragt man naiv nach dem Passwort für die lokale Router-Verschlüssellung. Oh, man bekommt diese Verschlüsselungsdaten nicht oder nur zögernd?


Internet-Radio. Stream-Unterbrechungen.

Auch bei recht gutem lokalen Internetzugang über Wlan ist der Begriff Stream-Unterbrechung etwas, an das sich der Hörer gewöhnen muß. Gerade, wenn im Wlan mehrere Aktivitäten laufen, beginnt es zu ruckeln. Aber auch Unterbrechungen aus dem Netz draussen sind nicht selten. 30 Minuten unterbrechungsfreier Empfang im DSL-Netz über Wlan eher eine Seltenheit?


Flächendeckendes Internet nicht überall vorhanden


Solange in Deutschland nicht auch überall auf dem Land ein schneller Internetzugang preiswert angeboten wird, ist Internet - Radio nur was für die Städte. (27.02.2011. Robert)

Deutschland ist noch weit von einer flächendeckenden UMTS-Handy-Netz-Versorgung entfernt. UMTS oder ähnlich schnelle Netze sind aber eine Voraussetzung für Radio-Streams. Nur in Städten und größeren Orten ist mit UMTS-Handy-Empfang zu rechnen. In der Mehrheit der Flächen funktioniert UMTS nicht. Für das klassische Radio (analog und digital) dagegen ist Flächendeckung kein Problem.


Internetradio als Bestandteil einer umfangreichen Information auch mobil


Moderne Smartphones in den diversen Varianten können universell informieren und unterhalten:

UKW-Radio eingebaut, Internet-Zugang mit allen Möglichkeiten, wie Internet-Radio, Wlan, UMTS, Bluetooth, SMS, MSMS, Streams, Podcasts, soziale Netzwerke ....

Daten, fast unbegrenzt überall und weltweit. Das kann der analoge Rundfunk und DAB und DRM nicht.




 Digitales Radio auf Langwelle, Mittelwelle, Kurzwelle: DRM (Digital Radio Mondiale)
 
Digitaler Rundfunk DRM : DRM erfüllt nicht die Erwartungen

In den klassischen Rundfunkbändern LW, MW, KW wird seit einiger Zeit versucht, die (theoretisch) bessere digitale Modulationsart DRM zu etablieren. Leider werden die Erwartungen in DRM nicht erfüllt.: Viel zu geringe und abnehmende Zahl von DRM-Stationen und wie gehabt: Zu wenig DRM-Radios.

Die Empfangsleistungen der meisten auf dem Markt erhältlichen und viel zu teuren DRM-Radios sind zum Teil grottenschlecht. Fast jedes analoges Radio übertrumpft DRM-Radios hinsichtlich der stabilen Reichweite die digitalen Geräte.

Nachtrag 2012: DRM steht in Europa vor dem Aus.


Digitaler Rundfunk DRM. Gute Klangqualität und Stereo auf LW, MW, KW

Die digitale Modulationsart DRM (Digital Radio Mondiale) kann in den klassischen Rundfunkbändern die unzureichende analoge Modulationsart AM (Amplituden-Modulation) mit deutlich höherer Klangqualität und in Stereo und mit (auch optischen) Zusatzinformationen ersetzen.

Auf LW, MW und KW ähnlicher Klang wie auf UKW oder DAB.

Pro und Contra: Technisch wäre auch ein gleichzeitiger Betrieb im AM und DRM möglich (siehe ehemaliger Testbetrieb der Stimme Russlands auf Mittelwelle 603 oder 693 kHz).


 

 Weltweiter Radio-Empfang und Programmangebot beim analogen Radio und beim Internet-Radio
 
Internet-Radio: Riesiges Sender-Angebot im Internet

Wer über einen Internetzugang mit Flatrate nutzen kann (das kann über Wlan mit begrenzter Zugriffsreichweite oder über mobile High-Speed Mobil-Netze sein), hat weltweiten Zugriff auf viele tausende Radio-Stationen.  Ein Angebot, das eher schon zu groß und unübersichtlich ist. Theoretisch kann man bequem und in guter Qualität die Internet-Radio-Stationen dieser Welt hören.


Internet-Radio:  Scheinbare freie Senderwahl

5000, 8000, 12000, 15000 oder gar 30000 Sender versprechen die Werbeangebote von Internet-Radiogeräte-Anbietern. In Wirklichkeit können aber die Versprechungen nicht tatsächlich bereitgestellt werden. Es kommt entscheidend darauf an, ob das erworbene Internet-Radio einen guten Anbieter von Sender-Pools nutzt.

Bei nicht allen Geräten kann man man diese Pool-Anbieter wechseln oder auch nur einzelne Sender selbst mit aufnehmen. Will sagen: Kein Internet-Radio kann die selben Sender bereitstellen. Gerade Sender, die nicht Main Stream sind, fehlen oft (Beispiel aus dem März 2011: DR-Wissen). Der Nutzer hat nie völlig die freie Programmauswahl!


Internet-Radio: Kein wirklicher weltweiter Zugriff auf jeden existierenden Internet-Radio-Sender

Internet-Radio kann über manuellem Aufruf der WEB-Seiten von Internet-Stationen erfolgen, oder besser über spezielle WEB-Seiten, die speziell anklickbare oder abonnierbare Internetradio-Listenseiten oder Dienste. So kommt man scheinbar leicht an tausende Internet-Sender heran.

Die Sache hat aber einen Haken: Die meisten dieser Dienste/Seiten stellen IHRE Auswahl zusammen, also Stationen, die sie für wichtig halten. Keiner der Dienste scheint derzeit weltweite Kompetenz hinsichtlich der richtigen Auswahl zu haben. Über Geschmack lässt sich trefflich streiten. Also muss der Internet-Radionutzer brav verschiedene Listen beobachten und verwalten. Alle Sender bekommt man kaum bei einem Lister angeboten.

Viele mäßige, hervorragende, dumpf irgendwas abdudelnde Sender bunt gemischt. Schlechte Kategorien-Systeme erzeugen mehr Wirr-Warr als Nutzen. Gute Stationen verlieren ihr Alleinstellungsmerkmal im 8000-Sender-Dschungel.

Oft Traffic-Probleme mit den kontinuierlichen Stream, auch bei gutem lokalen High-Speed-Zugang.


Analoges Radio Anonymer Radioempfang weltweit ohne komplizierte Technik und kostenintensive Internetzugänge.

Zwar kann der klassiche analoge Rundfunk auf LW, MW und KW nicht mit dem theoretischen weltweiten Internet-Radioangebot mithalten, aber prinzipiell ist weltweiter Empfang, insbesondere auf Kurzwelle (KW) mit guter bis mäßiger Qualität möglich (warum ist das so?). Dabei ist der Empfang anonym und unkontrolliert. Zumeist ist dabei der analoge Rundfunk hinsichtlich der Reichweite auch dem digitalen DRM auf Kurzwelle überlegen.


Internet-Radio: Podcasts

Eine Variante des Internet-Radios sind die fertig auf Servern der Rundfunkanstalten bereitstehenden Podcasts. Diese Podcasts sind fertig geschnittene Tonkonserven die über Internet auf den eigenen Rechner oder Mobil-Phone oder Mpeg-Player runter geladen werden und bei Bedarf wiederholt abgespielt werden können. So kann man sich gezielt interessante Mitschnitte speichern und muss nicht das gesamte Programmangebot mithören.

Pro und Contra: Nicht alle Sendungen werden von den Rundfunkanstalten als Podcast angeboten.


 

 Radio im PKW, PKW-Navigation, Zusatz-Informationen

Rundfunk im PKW

Analoger UKW und LW-MW-KW-Rundfunk: Der analoge UKW-Rundfunk bietet neben einer recht guten Flächendeckung und Klangqualität auch steuerbare Einblendungen von aktuellen Verkehrsinformationen und einem Weiterleitungssystem für den jeweils am besten zu hörenden Senders einer Rundfunkanstalt. Der analoge LW-MW-KW-Rundfunk kann bei wechselnder Tonqualität auf weiten Reisestrecken bei einem eingestellten Sender ohne Wechsel den Empfang sicherstellen. Nach Einführung des digitalen Radio würde derzeitige Autoradios unbrauchbar.

Der digitale DAB-Rundfunk kann (nach aktuellen Wissensstand) eine (zumeist) gute Empfangsqualität bieten - bei jeweils u.U. geringer Reichweite. Automatisierte Verkehrsinformationen?

Blaupunkt zum Beispiel bietet im März 2011 anscheinend kein Autoradio mit DAB mehr an.

Nachtrag 2012: Kaum Autoradios mit DAB+ im Angebot.

 
PKW-Navigations-Systeme

Im Jahr 2011 moderne GPS-Navigations-Systeme bieten teilweise die Möglichkeit aktuelle Verkehrsinformationen-Zusatzsignale von UKW-Rundfunksendern in die Navigation einzubeziehen. Diese Geräte würde beim Ende des UKW-Rundfunks diese Option verlieren.


DAB und DRM. Zusatzinformationen

Digitaler Rundfunk kann z.B. bei DAB oder DAB+ oder DRM echte (über bei UKW-FM RDS oder Verkehrsfunk hinausgehende) Informationen zeigen.

Pro und Contra: Je nach Komfort des DAB-Radios sind umfangreichere Texte theoretisch möglich, werden aber derzeit nicht konsequent (auch von den Endgeräten) genutzt.

Nachtrag 2012: Journaline, Slide-Show, Intellitext, Erweiteter Verkehrsfunk
Groß wurden Zusatzdienste angekündigt. Ein Jahr nach Start von DAB+ gibt es im Oktober 2012 nur ein Gerät (ein USB-DAB-Stick) der Jounaline und Slide-Show darstellen kann. Die Industrie zieht nicht mit, obwohl gerade Journaline (eine Art umfangreicher Videotext) echten Zusatznutzen bringen würde. Intellitext (ebenfalls eine Art Videotext) bietet nur Pure an, aber es gibt keine deutschen Sender, die das unterstützen.
Der Zusatz-Verkehrsfunk: Nichts.

 

 Sonstige Themen
 
Analog und digital. Rundfunk als "Anhang" bei Fernseh-Diensten

Rundfunk wird (wurde) analog und digital quasi als Anhang an Fernseh-Dienste bereitgestellt:
1) Analoges oder digitales Kabelfernsehnetz (zb. mit 36 analogen UKW-FM-Kanälen)
2) DVB-T mit einer immer geringer werdenen Zahl von nur mit dem TV-Gerät oder Set Top Box empfangbaren Rundfunk-Programmen.
3) Analoger Satelliten-TV-Empfang mit zusätzlich abgestrahlten Rundfunk-Programmen. *
4) Digitaler Satelliten-TV-Empfang mit einer großen Zahl zusätzlich abgestrahlter Rundfunk-Programme.

Bequem und unbequem zu gleich: Zum einen ist das Rundfunkangebot als Anhang an TV-Systeme bei installierten Gerätschaften eine feine Sache. Allerdings muß zumeist das TV-Gerät sozusagen mitlaufen. Zum anderen ist das TV-Anhang-Verfahren wenig mobil. Ist man unterwegs, entfällt einfacher direkter Rundfunk-Empfang.

* = Stand März. 2011

 
Analoges Radio. Kurze Reaktionszeiten bei schlechtem Empfang

Analoger Rundfunk (besser die verwendeten Geräte) sind direkt nach dem Einschalten innerhalb einer Sekunde empfangsbereit und haben (auch auf AM) wenn überhaupt bei schlechten Empfangs-Bedingungen nur kurze Ausfallzeiten.

DAB (Digital Radio) und DRM , benötigen bei Stream-Aussetzern erst relativ lange Resynchronisationszeiten.


26.02.2011 / 31.10.2012

 

 


06.09.2016

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