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Gollodyne. Hochleistungs-Zweikreis-Detektor

 

Gollodyne
Was ist Gollodyne?

Dreifach abgestimmter Zweikreis-DX-Detektor-Empfänger mit Ferrit-Topf-Spulen und Antennen-Anpasser für beste Güte und beste Empfindlichkeit.
Bau-Vorschlag und Experimentier-Aufbau.

Version 2a, 3 und 4 und 5.      Letzte Bearbeitung  06.10.2014


Version 2 ist konstruiert für Kristall-Ohrhoerer und liefert hohe Empfindlichkeit und Selektivität. Diese Version ist das richtige Modell, wenn Sie keinen ´sound powered´ Kopfhoerer haben. Gute Ergebnisse mit Dioden AA112 oder BAT16 oder 1SS16. Kapazitive Kopplung.

version 2


Version 2a ist konstruiert für Kristall-Ohrhoerer und liefert hohe Empfindlichkeit und Selektivität. Diese Version ist das richtige Modell, wenn Sie keinen ´sound powered´ Kopfhoerer haben. Gute Ergebnisse mit Dioden AA112 oder BAT16 oder 1SS16. Induktive Kopplung.

Version 2a

 

Version 3 und 4: Nein, bitte nutzen Sie nicht gleichzeitig alle 3 Kopfhoerer zur gleichen Zeit. Diese Schaltung ist für den wechselweisen Gebrauch verschiedener Kopfhoerer gedacht. Wenn Sie nur einen Kopfhoerer-Typ verwenden wollen, koennen Sie die nicht gebrauchten Teile der Schaltung weglassen. P1= Kristall-Ohrhoerer, P2 Sound powered Kopfhoerer, P3= Magnet-Kopfhoerer

Version 3 and 4

 

Version 5: Nein, bitte nutzen Sie nicht gleichzeitig alle 3 Kopfhoerer zur gleichen Zeit. Diese Schaltung ist für den wechselweisen Gebrauch verschiedener Kopfhoerer gedacht. Wenn Sie nur einen Kopfhoerer-Typ verwenden wollen, koennen Sie die nicht gebrauchten Teile der Schaltung weglassen. P1= Kristall-Ohrhoerer, P2 Sound powered Kopfhoerer, P3= Magnet-Kopfhoerer

Version 5

 



Labor-Modell, Version 2. Nicht wirklich ein Schoenheitswettbewerbsgewinner, aber ein Hochleistungs-Empfänger.

Photo


Labor-Modell, Version 4. Dieser Empfänger "hoert das Gras wachsen.". Das Photo zeigt nicht die Kopfhoerer-Baugruppe!

version 4

 



Die Kopfhoererbaugruppe ist extern angeschlossen. Beachten Sie die Keramik-Loetstützpunkte.

version 4. Close up.

 

RM6 cores


Teflonschnur auf dem Spulenkoerper in der Nähe des Luftspaltes des Ferritkerns (Photo 2, Photo 3, Photo 4, Photo 5).

Teflon space on coil former

Dieser Detektor, genannt Gollodyne, ist hochempfindlich und sehr selektiv. Die zwei sehr lose kapazitiv gekoppelten Schwingkreise und die Antennen-Anpassung mit Drehko reduzieren stark Stoerungen durch starke KW-Stationen. KW-Sperrkreise werden in den meisten Fellen überflüssig. Der Anpasskondensator C3 kann Antennen von 5-40 Meter ankoppeln. Die Ferritkern-Topfspulen mit HF-Litze und die Luftdielektrikum-Drehkondensatoren in Verbindung mit der losen kapazitiven Kopplung (und ab Version 3 die Dioden 5082-2835 und der NF-Trafo mit "sound powered" Kopfhoerern) führen zu sehr hohen Schwingkreis- Güten. Benutzen Sie Kristallhoerer oder noch besser die "sound powered" head-phones. Durch die Verwendung der Topf-Spulen ist der Aufbau wirklich nachbausicher.

 

Frequenzbereich: Mittelwelle, 500-1680 KHz, umschaltbar in 2 Bereichen. Durch diese Aufteilung wird eine moeglichst hohe Schwingkreisgüte sichergestellt.

 

Antenne: Benutzen Sie Draht-Antennen bis zu 40 Meter. Je hoeher und freier die Antenne, desto besser der Empfang.

 

Erde: Verwenden Sie eine moeglichst gute Erde (Metall-Wasser-Rohr oder Zentralheizung). Vergessen Sie nicht den Erdanschluss.

 

Spulen: Es werden Spulen mit Ferrit-Topfkernen des Types RM6, M33, AL100 und HF-Litze (40 Einzellitzen * 0.04mm, Gesamtdurchmesser 0.4 mm) eingesetzt. Diese Spulen erreichen mit guten luftisolierten Drehkondensatoren Leerlauf-Schwingkreisgüten über 400! Mehr Informationen über diese Spulen mit geringsten Verlusten finden Sie hier. Vergessen Sie nicht die Teflonschnur auf dem Spulenkoerper in der Nähe des Luftspaltes des Spulenkerns! (Photo 2, Photo 3, Photo 4, Photo 5, Details hier). Sehen sie auch das Photo oben auf dieser Seite. Photo-Vergleich verschiedener Ferrit-Topf-Kerne und Spulen.

  • L1 und L2. Ungefähre Induktivität ca. 230uH. 49 Windungen. Frequenzbereich ca. 500-1300 Khz.
  • L1a und L2a Ungefähre Induktivität ca. 160uH. 40 Windungen. Frequenzbereich ca. 700-1680 Khz.

C4 und C5 (Version2): Widerstehen Sie dem Wunsch, die Kapazität von C4 und C5 über 2.2 pF hinaus zu erhoehen! Die Selektivität des Empfängers würde verloren gehen! Mit Schalter S3 koennen Sie die Kopplung der beiden Kreise verstärken oder verringern. Ist S3 geoeffnet, ergibt sich eine hoehere Selektivität bei geringerer Lautstärke.

 

S1 /S2: Mit diesen Schaltern wechseln Sie den Frequenzbereich.

 

S3 (Version 2): Wenn Sie eine hoehere Selektivität wünschen, oeffnen Sie den Schalter. Wollen Sie etwas mehr Lautstärke schliessen Sie den Schalter. Vergessen Sie nicht, die Kreise etwas nachzustimmen.

 

S4 (Version 3): Schaltet zwischen Kristallhoerer, normalen magnetischen Hoerer und dem empfindlicheren "sound powered" Kopfhoerer um. Wenn Sie nur einen Kopfhoerer-Typ verwenden wollen, lassen Sie die Umschaltung und die jeweiligen Bauteile weg.

 

Abstimmkondensatoren: Die Kondensatoren C1 und C2 dienen zur Frequenzenstellung. Sie beeinflussen sich etwas gegenseitig. Sie müssen etwas üben, um ein Gefühl für die richtige gegenseite Einstellung zu finden. Die Kondensatoren sollten Luftdielektrikum haben. Wenn Sie keinen 320 pF oder 330 pF -Drehko haben koennen Sie einen Teil eines Doppeldrehkos verwenden.

 

Anpass-Kondensator Der Luft-Drehko C3 320 oder 330 pf passt die Antenne an den Antennenkreis an. Drehen Sie diesen Drehko nur soweit wie notwendig ein. Im unteren Frequenzbereich etwas mehr, im oberen etwas weniger. Gute Werte werden erreicht, wenn dieser Drehko mehr als halb herausgedreht ist.

Hoehere Kapazität = hoehere Lautstärke, geringere Selektivität, bessere Anpassung im unteren Frequenzbereich.

Geringere Kapazität = geringere Lautstärke, hoehere Selektivität, bessere Anpassung im hoeheren Frequenzbereich.

Die für die jeweilige Antenne, die jeweilige Frequenz RICHTIGE Anpassung macht den OPTIMALEN Empfang aus!

 

Dioden : D1 Version 1 und 2, 2a: Eine Germanium-Diode. AA112 für Verwendung mit Kristallhoerer oder Magnet-Hoerer. Version 3 und 4: Zwei Dioden 5082-2835. Schalten Sie beide Dioden parallel, es ergibt sich eine MERKBARE Steigerung der Empfindlichkeit, insbesondere bei Verwendung eines NF-Trafos und ´sound powered´ Kopfhoerer. Schauen Sie sich auch die Vergleichstabelle "Dioden/Kopfhoerer" an, Sie koennen sich dort die günstigste Diode für Ihren Kopfhoerer heraussuchen.

Kopfhoerer / NF-Trafo: Version 1, 2, 2a, 3: Dieser Empfänger ist für beste Ergebnisse mit Kristallhoerer P1 gebaut worden. . Der Wert von R1 140 kOhm (Version 3: 200 kOhm) ist ein Kompromiss zwischen Schwingkreisbelastung und Verzerrungsfreiheit. Mehr Information zur Verwendung von Kristallhoerern und der Notwendigkeit des Parallelwiderstandes hier .


Version 3:
Nun ist auch der Gebrauch von "sound powered" Kopfhoerer P2 moeglich. Mit dem NF-Trafo T1 (100 kOhm zu 500 Ohm) kann z.B. der Kopfhoerer DLR5H angepasst werden. Ergebnis ist eine deutliche Steigerung der Empfindlichkeit! Vergessen Sie nicht C6. Die Beschaffung des geeigneten Trafos kann problematisch werden. Es koennen auch zwei Trafos (50kOhm zu 1000 Ohm) von Mouser zusammengeschaltet werden. Siehe Schaltbild, achten Sie auf korrekten Anschluss. Bessere Ergebnisse bringen 2 Trafos von Pikatron (siehe Schaltbild). Vergessen Sie nicht die Schirmung des Trafos an Masse anzuschliessen. Dadurch werden eventuelle 50 Hz-Brummeinstrahlungen vermieden.


Nachtrag 2014: Als NF-Trafos für Soundpowered Hörer (mit ca. 400-500 Ohm) können auch zwei in Reihe geschaltete Pikatron-Trafos 80 C 786 (bei Bürklin) genutzt werden. Dieser Trafo hat 200 Ohm zu 50000 Ohm, das ergibt in Reihe: 400 zu 100000 Ohm.


Ausserdem kann auch ein normaler Magnet-Kopfhoerer P3 mit 2000-4000 Ohm angeschlossen werden. Vergessen Sie nicht C7.
Version 5: Wenn Sie Ihren Empf
änger auch für lautstarken Ortssender-Empfang in Verbindung mit Trafo und sound powered Kopfhoerer nutzen, kann die leichte NF-Verzerrung lauter Stationen gemindert werden. R 2 und C8 passen die Diode besser an. Sie koennen R2 auch durch ein 500 kOhm-Poti zur genaueren Justage ersetzen. Die Werte sind aber nicht sehr kritisch. Mit Schalter S5 koennen Sie bei sehr leisen Signalen die Diodenanpassung abschalten.

 

Version 2a: Sie koennen die Kopplung der Schwingkreise auch nur induktiv vornehmen. Auch bei der kapazitiven Kopplung (Version 2) ist noch ein kleiner induktiver Kopplungsanteil der beiden Ferrittopfspulen bis zu einem Abstand von ca 10cm wirksam. Wenn Sie das Schaltbild 2a realisieren, sollten die Spulen 1 und 1a dicht nebeneinander plaziert werden. Das gilt auch für die beiden Spulen 2 und 2a. Mit dieser Variante ist sogar eine noch hoehere Güte erreichbar, weil die Verluste der Koppelkondensatoren, des Schalters S3 und der zusätzlichen Loetstützpunkte entfallen. Von Nachteil ist dagegen, dass die Kopplung nicht variabel ist. Trennen Sie die Spulengruppe L1/L2 von Spulengruppe L1a/L2a rauemlich (ca. 5-8cm).

 

Version 4: Bei Verwendung von Keramik-Loetleisten kann die Schwingkreis-Güte nochmals bis zu 5 Prozent gesteigert werden. Verbinden Sie alle mit x markierten Loetstellen nur mit den Loetpunkten der Keramik-Leiste. Die Leitungen dürfen nicht mit anderen Materialien in Kontakt kommen.

 

 09.04.2003. Empfangs-Bericht in Berlin. Zum Vergleich lesen Sie auch diesen Empfangsbericht meines Spinnennetzspulen-Zweikreis-Empfängers.

 

Historie des Projektes:

  • Version 1. 14.3.2003
  • Version 2. 17.3.2003: S3 mit C4 und C5 eingebaut.
  • Version 2a. 23.3.2003: Induktive Kopplung der Schwingkreise.
  • Version 3. 25.3.2003: Umschaltmöglichkeit zwischen Kristall-Hörer und "sound powered" Kopfhörer mit NF-Trafo und normalen Kopfhörer. Verwendung der Dioden 5058-2835
  • Version 4. 27.03.2003: Alle kritischen Bauteil auf Keramik-Montage-Leisten. NF-Teil separiert.
  • Version 5. 06.04.2003: Zufügung von R2 und C8 mit Schalter 5.

Was bedeutet Gollodyne?
In der Frühzeit der Radiotechnik hat es viele dieser Kunstnamen gegeben, die zum Teil technische Prinzipien, aber auch nur besondere Bauteilezusammenstellungen benannten. Beispiele dazu sind sind hier zu finden. Warum soll deshalb heute nicht auch eine besondere Bauteile-Zusammenstellung und die Nutzung geschickter Schaltungstechnik zu einem weiteren Kunstbegriff führen? Deshalb nennt sich der hier beschriebene Detektor Gollodyne, wobei das "Gollo" von GOLLUMs Welt der Detektorradios stammt.


Gollodyne: Hochselektiver Detektorempfänger mit mehr als einem Empfangsbereich für Mittelwelle. Durch geschickte Auswahl verlustarmer Bauteile und deren elektrischer Anordnung und umschaltbarer Durchlasskurve und variabler Antennenanpassung und Nutzung von speziellen Schottky-Dioden und der Option mittels Transformatorkopplung spezielle Hochleistungskopfhörer zu nutzen, sind hinsichtlich der Empfangsleistung ausgezeichnete Fernempfangsmöglichkeiten erreichbar.

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